Gemüse · bienenfreundlich
Bohne
Kein Zeitfenster
Phaseolus vulgaris
Die Übersicht zu den drei Gartenbohnen: Dicke Bohne ab Februar, Busch- und Stangenbohne ab Mitte Mai bei fünfzehn Grad Boden. Kein Dünger nötig, jung ernten, nie roh essen.
Drei Bohnen, drei Steckbriefe: Die Buschbohne ist die schnelle, niedrige für jede Lücke, die Stangenbohne die ertragreiche für das Gerüst, die Dicke Bohne die frosthärteste, die schon im Februar gesät wird. Diese Seite ist die Übersicht mit dem, was allen dreien gemeinsam ist; die Zeiten, Sorten und Handgriffe stehen in den drei Steckbriefen.
Die Bohne ist die Pflanze für alle, die einen Garten ohne Dünger wollen: Sie holt sich ihren Stickstoff mit Hilfe von Knöllchenbakterien aus der Luft, lässt ihn im Boden zurück und liefert dabei einen der höchsten Erträge pro Quadratmeter. Ihr einziger echter Anspruch ist Wärme.
Aussaat. Nicht vor Mitte Mai, in mittleren Lagen oft erst nach den Eisheiligen, wenn der Boden fünfzehn Grad hat. Der alte Spruch, Bohnen sollen die Glocken läuten hören, meint, dass sie flach gesät werden, zwei bis drei Zentimeter. Buschbohnen in Reihen mit vierzig Zentimeter Abstand, alle acht Zentimeter ein Korn, oder in Horsten zu fünf Körnern. Stangenbohnen zu sechs bis acht Körnern um jede Stange eines Gerüsts, das zwei Meter hoch und windfest sein muss. Wer Schnecken hat, zieht ab Ende April in Töpfen vor und setzt zehn Zentimeter hohe Pflanzen; das spart zwei Wochen und viele Verluste. Folgesaaten bis Anfang Juli bringen Bohnen bis Oktober.
Pflege. Anhäufeln, wenn die Pflanzen zehn Zentimeter hoch sind, das gibt Standfestigkeit. Bohnenkraut dazwischen gegen die Bohnenlaus. Mulchen, sobald der Boden warm ist, und in der Blüte gießen, damit die Hülsen ansetzen. Nicht düngen, das gibt Blätter statt Bohnen. Bei nassem Laub nicht durch das Beet gehen, so verbreiten sich Pilzkrankheiten.
Ernte. Grüne Bohnen ab Juli, wenn die Hülsen knackig brechen und die Samen darin noch klein sind, alle zwei bis drei Tage; regelmäßiges Pflücken bringt die Pflanze zum Weiterblühen. Stangenbohnen tragen bis zum Frost. Für Trockenbohnen die Hülsen an der Pflanze gelb und pergamentartig werden lassen, bei nasser Witterung die ganze Pflanze ausreißen und unter Dach nachtrocknen.
Nach der Ernte. Die Wurzeln bleiben im Boden. Die Knöllchen geben ihren Stickstoff an die Nachkultur ab, deshalb folgen auf Bohnen Kohl, Lauch oder Spinat. Das Bohnenstroh kommt auf den Kompost.
Sorten. Buschbohnen Saxa und Maxi als schnelle Klassiker, Purple Teepee lila und gut sichtbar, Stangenbohnen Neckarkönigin und Blauhilde, Feuerbohnen Preisgewinner und Borlotto für den Wintervorrat.
Mischkultur: Wer passt daneben
Gute Nachbarn: KartoffelGurkeWeißkohl und RotkohlSalat (Kopf- und Pflücksalat)Rote BeteSellerie (Knollen- und Stangensellerie)ZuckermaisKürbisBohnenkrautErdbeereTomate
Schlechte Nachbarn: ZwiebelKnoblauchLauch (Porree)ErbseKnollenfenchel
Häufige Probleme
Samen verfaulen, keimen nicht
Zu kalt, zu nass gesät. Erst ab fünfzehn Grad Bodentemperatur, meist Mitte Mai. Vorziehen in Töpfen ab Ende April umgeht das Problem.
Schwarze Bohnenlaus an Triebspitzen
Ab Juni, oft nach Dicken Bohnen. Triebspitzen abkneifen, abspritzen, Bohnenkraut dazwischen, Marienkäfer abwarten.
Brennfleckenkrankheit und Fettfleckenkrankheit
Braune, eingesunkene Flecken auf Hülsen und Blättern bei nassem Wetter. Nur bei trockenem Laub ernten und hantieren, weiter Abstand, kein Saatgut von befallenen Pflanzen.
Schnecken an Keimlingen
Sie fressen die Keimblätter ab, dann ist die Pflanze verloren. Vorziehen und mit zehn Zentimetern setzen, Schneckenkragen, morgens absammeln.
Wenig Hülsen trotz Blüte
Hitze über dreißig Grad oder Trockenheit während der Blüte. Mulchen, abends gießen, mittlere Saatzeit im Juni.
In der Küche
Grüne Bohnen gedünstet mit Bohnenkraut, im Salat, als Eintopf, milchsauer eingelegt. Trockenbohnen wie Feuerbohnen und Borlotti als Wintervorrat für Suppen und Chili. Bohnen immer mindestens zehn Minuten kochen, roh sind sie giftig.
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