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Stangenbohnen ranken an einer Stange, dazwischen hängen grüne Hülsen.

Gemüse · bienenfreundlich

Stangenbohne

Jetzt erntenEinsteiger

Phaseolus vulgaris var. vulgaris

Ab Mitte Mai an Stangen oder ein Zelt aus Haselruten säen, einmal, nicht öfter: Eine Stangenbohne trägt von Juli bis Oktober und liefert auf einem Quadratmeter mehr als drei Reihen Buschbohnen.

Das Jahr auf einen Blick

Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat

Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.

Die Stangenbohne ist die Bohne für den kleinen Garten, weil sie in die Höhe geht statt in die Breite: Ein Zelt aus sechs Haselruten auf einem Quadratmeter trägt von Juli bis zum Frost und liefert mehr als drei Reihen Buschbohnen. Sie wird einmal gesät, nicht öfter, und braucht ein Gerüst, das im August eine schwere, laubige Wand trägt. Die Übersicht zu allen drei Bohnen steht im Steckbrief Bohne.

Aussaat. Direkt ins Beet ab Mitte Mai, wenn der Boden fünfzehn Grad hat, bis Mitte Juni. Um jede Stange fünf bis sechs Körner im Kreis, drei Zentimeter tief; die Stangen stehen achtzig Zentimeter auseinander, in der Reihe mit Querstange oben oder als Zelt aus vier bis sechs Ruten, unten fünfzig Zentimeter tief eingeschlagen und oben fest verbunden. Vorkultur in Töpfen ab Ende April schützt vor Schnecken und Kälte; die Pflanzen kommen mit zwei Blattpaaren an das Gerüst.

Pflege. Die jungen Ranken winden sich gegen den Uhrzeigersinn, wer sie andersherum um die Stange legt, wickelt vergeblich. Anfangs einmal anlegen, dann klettern sie allein. Mulchen, während der Blüte gründlich gießen, denn Trockenheit und Hitze lassen die Blüten abfallen. Kein Stickstoff, Bohnen düngen sich selbst. Bohnenkraut am Fuß gegen die Bohnenlaus. Bei Nässe nicht durch den Bestand gehen.

Ernte. Ab Juli, wenn die Hülsen dick sind und die Kerne innen noch klein, alle zwei bis drei Tage bis zum ersten Frost. Laufend ernten, sonst stellt die Pflanze die Blüte ein. Die letzten Hülsen im September ausreifen lassen für Trockenbohnen und das Saatgut. Nach dem Frost werden die Pflanzen abgeschnitten, das Gerüst kommt ins Trockene, die Wurzeln bleiben im Boden.

Sorten. Fadenlose grüne wie Neckarkönigin und Blauhilde, die violett wächst und grün kocht, gelbe wie Neckargold, Breitschwert-Typen für Schnippelbohnen. Feuerbohnen (Phaseolus coccineus) wie Preisgewinner mit roten Blüten sind kälteverträglicher, hummelbestäubt und in kühlen Lagen die sicherere Wahl. Für Trockenbohnen Borlotto-Stangen.

Mischkultur. Die Milpa mit Zuckermais als Stange und Kürbis als Bodendecker, dazu Bohnenkraut, Salat, Kohl, Sellerie, Gurken, Kohlrabi und Radieschen im Schatten des Gerüsts. Nicht neben Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Erbsen und Fenchel. Vier Jahre Pause für Hülsenfrüchte auf der Fläche.

Sicherheit. Wie alle Gartenbohnen enthält die Stangenbohne roh das Gift Phasin. Mindestens zehn Minuten kochen, das Kochwasser weggießen, und Kinder nicht an rohen Hülsen naschen lassen.

Quellen. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Gartenakademie: Stangenbohnen und Feuerbohnen im Hausgarten. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Rohe Gartenbohnen sind giftig.

Mischkultur: Wer passt daneben

Gute Nachbarn: BohnenkrautSalat (Kopf- und Pflücksalat)Weißkohl und RotkohlSellerie (Knollen- und Stangensellerie)GurkeZuckermaisKürbisKohlrabiRadieschen

Schlechte Nachbarn: ZwiebelKnoblauchLauch (Porree)ErbseKnollenfenchel

Im Mischkultur-Planer prüfen

Häufige Probleme

Saat fault

Zu früh, zu kalt, zu nass. Ab fünfzehn Grad Bodentemperatur, Mitte Mai, in feuchte Erde.

Blüten fallen ab, keine Hülsen

Hitze über dreißig Grad oder Trockenheit während der Blüte. Gründlich gießen, mulchen, abends leicht übersprühen.

Schnecken an Keimlingen

Vorkultur in Töpfen ab Ende April, absammeln in den ersten zwei Wochen.

Schwarze Bohnenlaus

Bohnenkraut am Fuß, Spitzen abknipsen, Marienkäfer abwarten.

Gerüst kippt im August

Eine tragende Stangenbohne wiegt mit Laub und Hülsen viel. Stangen fünfzig Zentimeter tief, oben zusammengebunden, als Zelt oder Reihe mit Querstange.

In der Küche

Nur gekocht: Schnippelbohnen, Bohnensalat, im Eintopf, mit Speck und Bohnenkraut, sauer eingelegt oder milchsauer fermentiert, blanchiert eingefroren. Feuerbohnen als Kerne im Chili. Roh giftig.

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