Gemüse · bienenfreundlich
Kürbis
Ernten: noch möglich bis ende oktoberEinsteiger
Cucurbita pepo, C. maxima, C. moschata
Ab Mitte April vorziehen, nach den Eisheiligen mit einem Meter Abstand auf den Kompost oder ins gedüngte Beet, reif nach dem Klopftest ernten und nachreifen lassen. Hält bis März.
Das Jahr auf einen Blick
Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat
Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.
Der Kürbis ist die Pflanze mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Ertrag: Eine Pflanze, ein Nachmittag Arbeit, zehn bis zwanzig Kilo Ernte, die bis März hält. Voraussetzung sind Platz, Kompost und Sonne.
Aussaat. Ab Mitte April drinnen, ein Korn je Topf, mit der Kante nach unten, warm bei zwanzig bis fünfundzwanzig Grad. Er keimt in einer Woche und ist in vier Wochen pflanzfertig. Direktsaat ab Mitte Mai, wenn der Boden fünfzehn Grad hat. Wer Schnecken hat, zieht vor: Eine kräftige Jungpflanze überlebt, ein Keimling nicht.
Pflanzen. Nach den Eisheiligen. Mindestens ein Meter Abstand, bei rankenden Sorten anderthalb. Eine Schaufel Kompost ins Pflanzloch, dick mulchen. Der klassische Platz ist der Fuß des Komposthaufens: Dort bekommt er alles, was er braucht, und beschattet den Haufen. Die Ranken dürfen über Wege, Zäune und Rasen laufen; wer Platz sparen will, leitet sie an einem stabilen Gerüst hoch und stützt die Früchte mit Netzen.
Pflege. Gießen gründlich und am Boden, besonders während der Fruchtbildung im Juli und August. Unter jede Frucht ein Brett oder Stroh, sonst fault sie von unten. Ab August lässt man die Pflanze nur noch drei bis vier Früchte ausreifen und entfernt neue Blüten. Mehltau am Saisonende ist normal und schadet den Früchten nicht mehr.
Ernte. Reif ist der Kürbis, wenn der Klopftest dumpf und hohl klingt, der Stiel verholzt ist und die Ranke am Fruchtansatz eingetrocknet ist. Immer vor dem ersten Frost. Mit fünf Zentimeter Stiel abschneiden, nie am Stiel tragen: Ohne Stiel fault er von oben. Zwei Wochen warm und trocken nachreifen lassen, dann bei zehn bis fünfzehn Grad, trocken und luftig lagern, nebeneinander, nie neben Äpfeln.
Sorten. Hokkaido (Red Kuri) für die Küche und mittlere Lagerung, Butternut für lange Lagerung, Muskat für große Mengen, Spaghettikürbis als Abwechslung. Bittere Früchte nie essen.
Mischkultur: Wer passt daneben
Gute Nachbarn: MaisStangenbohneKapuzinerkresseRingelblumeBorretsch
Schlechte Nachbarn: KartoffelGurkeZucchini
Häufige Probleme
Echter Mehltau (weißer Belag ab August)
Normal am Saisonende, tolerieren. Robuste Sorten, luftiger Stand, nicht über das Blatt gießen. Befallene Blätter entfernen, Früchte reifen trotzdem.
Früchte faulen jung ab
Nicht bestäubt oder Nässe unter der Frucht. Ein Brett oder Stroh unterlegen, bei Regenwetter von Hand bestäuben: männliche Blüte auf weibliche tupfen.
Schnecken an Jungpflanzen
Kürbis ist die Lieblingsspeise der Nacktschnecke. Kräftige Jungpflanzen setzen, Schneckenkragen, morgens absammeln, im Herbst Gelege suchen.
Nur männliche Blüten
Normal in den ersten Wochen. Weibliche Blüten (mit kleiner Frucht am Ansatz) kommen ab Juli. Geduld, nicht düngen.
Bitterer Geschmack
Cucurbitacine, oft aus Rückkreuzung mit Zierkürbissen aus eigenem Saatgut. Bittere Früchte nicht essen, Saatgut neu kaufen.
In der Küche
Hokkaido mit Schale als Suppe, Ofengemüse, Püree. Butternut für Curry und Kuchen. Muskatkürbis roh geraspelt. Die Kerne geröstet. Blüten gefüllt.
Rezepte mit Kürbis: Kürbis-Ingwer-Suppe: Das Rezept für einen nachgereiften Hokkaido, ohne Zucker und ohne Sahne
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