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Hochbeet-Rechner: Füllung, Kosten und Pflanzplan
Innenmaße eintragen, und der Rechner verteilt das Volumen auf die vier Schichten eines klassisch befüllten Hochbeets. Dazu, was der Kauf kosten würde, was du gratis aus dem Garten holst, und ein Pflanzplan für das erste Jahr: Starkzehrer hinten, Schnelles vorn.
Warum vier Schichten und nicht eine
Ein Hochbeet ist kein Kübel, den man mit Erde füllt, sondern ein Komposthaufen mit Rahmen. Die unterste Schicht aus grobem Ast- und Strauchschnitt sorgt für Luft und speichert Wasser, sie hält vier bis fünf Jahre. Darüber kommen Laub und Grünschnitt im Wechsel: Braun bringt Kohlenstoff, Grün bringt Stickstoff, zusammen ergeben sie Wärme und Verrottung. Darauf folgt halbreifer Kompost, und ganz oben liegen zwanzig bis dreißig Zentimeter fertige Erde, in die du pflanzt. Diese Schichtung ist der Grund, warum ein Hochbeet im Frühjahr wärmer ist als ein Bodenbeet und warum es ohne Dünger auskommt.
Wer alles in einer Schicht hineinkippt, verschenkt genau das: Die Struktur fehlt, das Beet sackt sofort, und die Verrottung stockt. Wer das ganze Beet mit gekaufter Erde füllt, zahlt für einen Kubikmeter das Mehrfache dessen, was die oberen zwei Schichten kosten, und hat ein Beet, das nicht arbeitet.
Der richtige Zeitpunkt
Befüllt und nachgefüllt wird im Herbst, nicht im Frühjahr. Im Oktober liegt alles Material umsonst herum: Astschnitt, Laub, Rasenschnitt, halbreifer Kompost. Über Winter setzt sich die Füllung um zehn bis fünfzehn Zentimeter, und im März ist das Beet stabil. Wer im April auffüllt, hat mitten in der Saison ein Beet, das weiter sackt und die Wurzeln in der Luft hängen lässt. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern steht unter Hochbeet neu befüllen.
Bepflanzung nach Höhe und Jahr
Frisch befüllt ist ein Hochbeet ein Nährstofflager: Die Verrottung der unteren Schichten setzt im ersten Jahr so viel Stickstoff frei, dass Starkzehrer wie Zucchini, Kohl, Tomate und Mangold dort am besten stehen. Hohes kommt an die Nordseite, damit es nichts beschattet, Schnelles wie Radieschen, Spinat und Salat an die Sonnenkante vorn. Im zweiten Jahr folgen Mittelzehrer wie Möhre, Rote Bete, Fenchel und Lauch, im dritten Schwachzehrer wie Erbsen, Salate und Kräuter, im vierten Erdbeeren, bevor neu befüllt wird. Der Plan oben ist ein Vorschlag für Jahr eins; im Mischkultur-Planer lässt er sich Feld für Feld ändern.
So rechnet der Rechner
Länge mal Breite mal Höhe in Zentimetern, geteilt durch tausend, ergibt Liter. Eine gestrichene Schubkarre fasst etwa achtzig Liter, ein Sack Erde vierzig. Die Schichthöhen sind Richtwerte mit dreißig, fünfundzwanzig, zwanzig und fünfundzwanzig Prozent der Höhe. Bei sehr hohen Beeten darf die Astschicht dicker ausfallen, bei sehr flachen Beeten unter vierzig Zentimetern entfällt sie und es beginnt mit Laub. Die Preise sind Durchschnittswerte für Sackware im Baumarkt; wer Kompost vom Kompostwerk der Gemeinde holt, zahlt deutlich weniger.