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Erbsenpflanze mit zarten Ranken und grünen Schoten.

Gemüse · bienenfreundlich

Erbse

Erst wieder ab Anfang MärzEinsteiger

Pisum sativum

Ab März direkt säen, sie keimt schon bei fünf Grad, Zuckererbsen und Markerbsen ab April. Ernte Juni bis Juli, danach räumt sie das Beet für Herbstkulturen frei.

Das Jahr auf einen Blick

Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat

Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.

Die Erbse gehört zu den ersten Kulturen im Jahr und zu den dankbarsten. Sie keimt schon bei fünf Grad, verträgt Spätfrost, braucht keinen Dünger und ist im Juli fertig, sodass das Beet für Feldsalat, Spinat oder Kohl frei wird. Dazu schmecken frische Erbsen aus der Hülse so, wie es keine gekaufte Packung kann.

Drei Typen. Palerbsen sind die frühesten und frosthärtesten, ab März gesät, mit glatten, mehligen Körnern für Suppen. Markerbsen haben runzlige Körner, sind süßer, kommen ab April und werden frisch gegessen. Zuckererbsen haben eine zarte Hülse ohne Pergamentschicht und werden ganz gegessen, ebenfalls ab April.

Aussaat. Von Anfang März bis Ende Mai direkt ins Beet, je früher, desto weniger Ärger mit Mehltau und Erbsenwickler. Die Körner über Nacht in Wasser quellen, dann vier bis fünf Zentimeter tief in Rillen legen, alle fünf Zentimeter ein Korn, Reihen vierzig Zentimeter auseinander, bei hohen Sorten Doppelreihen mit dem Gerüst in der Mitte. Gleich nach der Saat ein Netz oder Reisig darauf, sonst holen Tauben und Mäuse die Hälfte. Wer sicher gehen will, sät im Februar in Dachrinnen oder Kisten vor und setzt die Reihe im März als Ganzes ins Beet.

Rankhilfe. Alle Sorten wachsen gestützt besser: Haselzweige, ein Netz oder Maschendraht zwischen Pfosten, bei Zuckererbsen bis zu zwei Meter hoch. Die Pflanzen halten sich mit ihren Ranken selbst fest; nur anfangs hilft man ihnen hin.

Pflege. Anhäufeln bei zehn Zentimetern, dann mulchen. Gießen nur in der Blüte und beim Hülsenansatz, sonst reicht der Regen. Kein Dünger. Nach der Ernte die Pflanzen abschneiden und die Wurzeln im Boden lassen, dort sitzt der Stickstoff für die Nachkultur.

Ernte. Zuckererbsen, wenn die Hülsen flach und die Körner gerade erkennbar sind. Markerbsen, wenn die Hülsen prall, aber noch glänzend grün sind, alle zwei Tage, sonst werden sie mehlig. Am Morgen ernten und schnell verarbeiten oder blanchieren und einfrieren; der Zucker wandelt sich innerhalb von Stunden in Stärke.

Sorten. Kleine Rheinländerin als frühe Palerbse, Kelvedon Wonder und Wunder von Kelvedon als Markerbsen, Norli und Zuckererbse Ambrosia für die Hülse, Blauwschokker mit violetten Hülsen als Blickfang.

Mischkultur: Wer passt daneben

Gute Nachbarn: MöhreRadieschenKohlrabiSalat (Kopf- und Pflücksalat)Weißkohl und RotkohlGurkeZucchiniKnollenfenchelDill

Schlechte Nachbarn: ZwiebelKnoblauchLauch (Porree)BohneKartoffelTomate

Im Mischkultur-Planer prüfen

Häufige Probleme

Vögel und Mäuse holen die Saat

Tauben ziehen Keimlinge, Mäuse fressen die Körner. Saat mit Netz oder Reisig abdecken, vorziehen in Rinnen und als Jungpflanzen setzen.

Echter Mehltau ab Juni

Weißer Belag bei trockener Hitze. Früh säen, damit die Ernte vor der Hitze fällt, luftig stellen, resistente Sorten.

Erbsenwickler (Maden in den Hülsen)

Der Falter fliegt Juni bis Juli. Frühe Saaten im März sind vor dem Flug reif, Kulturschutznetz ab Mai, Fruchtfolge einhalten.

Fußkrankheiten, Pflanzen welken

Nasser, kalter Boden oder Erbsen zu oft auf demselben Beet. Fünf Jahre Anbaupause, gute Drainage, Saatzeit abwarten.

Blattrandkäfer (halbrunde Bissen am Blattrand)

Harmlos für kräftige Pflanzen. Zügiges Wachstum durch guten Boden, sonst nichts tun.

In der Küche

Zuckererbsen ganz mit Hülse roh oder kurz gebraten, Markerbsen frisch aus der Hülse, blanchiert eingefroren, Palerbsen getrocknet für Eintöpfe und Erbsenpüree. Die Triebspitzen als Salat.

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