Gemüse · bienenfreundlich
Tomate
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Solanum lycopersicum
Ab Mitte März vorziehen, nach den Eisheiligen tief pflanzen, nur am Fuß gießen und wöchentlich ausgeizen. Unter einem Dach bleibt sie bis Oktober gesund.
Das Jahr auf einen Blick
Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat
Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.
Die Tomate ist die Pflanze, an der die meisten Gärtner ihr erstes Jahr messen, und die mit den meisten vermeidbaren Fehlern. Die meisten drehen sich um drei Dinge: den Zeitpunkt der Aussaat, das Wasser und das Dach.
Aussaat. Ab Mitte März, nicht früher. Bei zwanzig bis vierundzwanzig Grad keimt sie in einer Woche, danach kühler, sechzehn bis achtzehn Grad, und ans hellste Fenster. Sobald das erste echte Blattpaar steht, wird pikiert, einzeln in Töpfe und tiefer als vorher: Der Stängel bildet Wurzeln. Ab Ende April kommen die Töpfe stundenweise ins Freie, das härtet ab.
Pflanzen. Nach den Eisheiligen, ab dem 16. Mai. Sechzig Zentimeter Abstand, das Pflanzloch so tief, dass die Pflanze bis zum ersten Blattpaar in der Erde steht, eine Handvoll Kompost dazu, sofort anbinden. Stabtomaten werden eingetrieb erzogen und wöchentlich ausgegeizt: Die Seitentriebe in den Blattachseln kommen raus, solange sie klein sind. Buschtomaten dürfen wachsen, wie sie wollen.
Wasser. Nur am Fuß, morgens, gründlich und selten, nie über das Blatt. Eine Gießrinne, ein Tontopf im Boden oder ein Tropfschlauch bringt das Wasser dorthin, wo es hingehört. Mulch obendrauf. Unregelmäßiges Gießen bringt Blütenendfäule und platzende Früchte.
Das Dach. Kraut- und Braunfäule kommt mit dem Regen. Tomaten unter einem Vordach, einem Foliendach oder im Gewächshaus bleiben bis Oktober gesund, dieselben Pflanzen im Freiland oft nicht bis September. Wer kein Dach hat, pflanzt luftig, entfernt die unteren Blätter und entspitzt Anfang August über dem vierten Fruchtstand.
Bewährte Sorten für mittlere Lagen. Robuste Freilandsorten mit Toleranz gegen Braunfäule wie Phantasia oder Philovita, samenfeste Cocktailtomaten wie Zuckertraube, für das Gewächshaus Fleischtomaten wie Ochsenherz. Wer Saatgut gewinnen will, nimmt samenfeste Sorten.
Ernte. Ab Mitte Juli bis zum ersten Frost. Voll ausgefärbt pflücken, nie kühlen. Grüne Tomaten im Oktober reifen im Haus neben einem Apfel nach oder werden zu Chutney.
Mischkultur: Wer passt daneben
Gute Nachbarn: BasilikumKnoblauchMöhreSalat (Kopf- und Pflücksalat)PetersilieBohneSellerie (Knollen- und Stangensellerie)Tagetes (Studentenblume)
Schlechte Nachbarn: KartoffelGurkeKnollenfenchelErbseRote BeteWeißkohl und Rotkohl
Häufige Probleme
Kraut- und Braunfäule (braune Flecken, Früchte faulen)
Pilz, der nasses Blatt braucht. Nur am Fuß gießen, unter Dach pflanzen, sechzig Zentimeter Abstand, untere Blätter entfernen. Befallenes sofort in den Restmüll, nicht auf den Kompost.
Blütenendfäule (schwarze, eingesunkene Stelle unten an der Frucht)
Kein Pilz, sondern Kalziummangel durch unregelmäßiges Gießen. Gleichmäßig feucht halten, mulchen, nicht überdüngen.
Lange, blasse Pflanzen nach der Anzucht
Zu früh gesät oder zu wenig Licht. Erst ab Mitte März säen, nach dem Keimen kühler und ans hellste Fenster. Tief pflanzen gleicht einiges aus.
Platzende Früchte
Starker Regen oder Gießen nach Trockenheit. Gleichmäßig wässern, Dach hilft.
Blätter rollen sich ein
Meist Hitzestress oder zu starkes Ausgeizen, kein Grund zur Sorge, solange die Pflanze sonst gesund ist.
In der Küche
Frisch, als Passata eingekocht, im Ofen getrocknet, als Sugo eingefroren, grün am Ende der Saison als Chutney. Nie im Kühlschrank lagern, das nimmt den Geschmack.
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