Gemüse
Buschbohne
Jetzt erntenEinsteiger
Phaseolus vulgaris var. nanus
Ab Mitte Mai bei fünfzehn Grad Boden direkt säen, alle drei Wochen bis Anfang Juli nachlegen, nach acht Wochen ernten. Die verlässlichste Kultur für den Einstieg.
Das Jahr auf einen Blick
Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat
Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.
Die Buschbohne ist die Kultur, mit der ein erster Garten fast nicht scheitern kann: Sie braucht keine Anzucht, kein Gerüst, keinen Dünger und keine Pflege, nur warmen Boden und acht Wochen. Wer von Mitte Mai bis Anfang Juli alle drei Wochen eine Reihe sät, erntet von Juli bis September jeden zweiten Tag eine Schüssel. Die Übersicht über alle drei Bohnen steht im Steckbrief Bohne.
Aussaat. Direkt ins Beet ab Mitte Mai, wenn der Boden fünfzehn Grad hat; in kalter, nasser Erde fault die Saat. Drei Zentimeter tief, in Horsten von fünf bis sechs Körnern mit vierzig Zentimeter Abstand oder in Reihen alle acht Zentimeter ein Korn, Reihen vierzig Zentimeter. Folgesaaten bis Anfang Juli; danach reicht die Wärme nicht mehr. Vorkultur in Töpfen ab Anfang Mai schützt die Keimlinge vor Schnecken und bringt eine Woche Vorsprung.
Pflege. Anhäufeln, wenn die Pflanzen zehn Zentimeter hoch sind, das gibt Halt. Mulchen, bei Trockenheit in der Blüte gründlich gießen, sonst fallen die Blüten ab. Kein Stickstoffdünger, kein frischer Kompost: Bohnen leben mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln und düngen sich selbst. Bohnenkraut in der Reihe hält die Schwarze Bohnenlaus in Schach und ist gleich das passende Gewürz. Bei Nässe nicht durch den Bestand gehen, das verbreitet Pilzkrankheiten.
Ernte. Etwa acht Wochen nach der Saat, wenn die Hülsen bleistiftdick und die Kerne noch klein sind. Alle zwei bis drei Tage durchgehen, mit zwei Händen pflücken, damit die Pflanze nicht ausreißt. Wer laufend erntet, erntet länger. Die letzten Hülsen dürfen zu Trockenbohnen ausreifen. Nach der Ernte werden die Pflanzen abgeschnitten, die Wurzeln bleiben mit ihrem Stickstoff im Boden.
Sorten. Fadenlose grüne Sorten wie Saxa, Maxi und Delinel, gelbe Wachsbohnen wie Berggold, die man im Laub leichter findet, violette wie Purple Teepee, die beim Kochen grün werden. Für Trockenbohnen die Borlotto-Typen und die alte Sorte Rotkäppchen.
Mischkultur. Buschbohnen sind ideale Nachbarn für Salat, Radieschen, Kohlrabi, Kohl, Sellerie, Rote Bete, Gurken und Erdbeeren, weil sie Stickstoff sammeln und niedrig bleiben. Bohnenkraut immer dazu. Nicht neben Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Erbsen und Fenchel. In der Fruchtfolge stehen sie bei den Schwachzehrern und bereiten das Beet für Starkzehrer vor; vier Jahre Pause für Hülsenfrüchte auf derselben Fläche.
Sicherheit. Rohe Bohnen enthalten Phasin, ein Eiweiß, das Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslöst; schon wenige rohe Hülsen reichen bei Kindern. Erst zehn Minuten Kochen zerstört es. Rohe Bohnen gehören nicht in den Salat und nicht in Kinderhände.
Quellen. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Gartenakademie: Buschbohnen im Hausgarten. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Rohe Gartenbohnen sind giftig.
Mischkultur: Wer passt daneben
Gute Nachbarn: BohnenkrautSalat (Kopf- und Pflücksalat)RadieschenKohlrabiWeißkohl und RotkohlSellerie (Knollen- und Stangensellerie)Rote BeteGurkeErdbeereTomate
Schlechte Nachbarn: ZwiebelKnoblauchLauch (Porree)ErbseKnollenfenchel
Häufige Probleme
Saat fault, kommt nicht
Zu kalt oder zu nass gesät. Erst ab fünfzehn Grad Bodentemperatur, meist Mitte Mai, in feuchte, nicht nasse Erde.
Schnecken fressen die Keimlinge
In den ersten zwei Wochen absammeln, Vorkultur in Töpfen ab Anfang Mai umgeht das Problem.
Schwarze Bohnenlaus an den Triebspitzen
Bohnenkraut als Nachbar, Spitzen abknipsen, Marienkäfer abwarten, abbrausen.
Braune Flecken auf Hülsen und Blättern (Brennfleckenkrankheit)
Über das Saatgut und bei Nässe. Gesundes Saatgut, bei Nässe nicht durch den Bestand gehen, Fruchtwechsel.
Hülsen werden zäh und fädig
Zu spät geerntet. Alle zwei bis drei Tage jung ernten, fadenlose Sorten wählen.
In der Küche
Nur gekocht: als Bohnengemüse mit Bohnenkraut, Salat mit Zwiebel und Essig, im Eintopf, sauer eingelegt oder milchsauer fermentiert, blanchiert eingefroren. Roh giftig.