Gemüse · bienenfreundlich
Gurke
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Cucumis sativus
Freilandgurken ab Mitte Mai direkt säen oder vorgezogen pflanzen, warm und windgeschützt, gleichmäßig gießen. Bitterfreie Sorten wählen, alle zwei Tage ernten.
Das Jahr auf einen Blick
Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat
Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.
Die Gurke ist eine Wärmepflanze aus dem indischen Tiefland, und alles, was bei ihr schiefgeht, hat mit Kälte oder mit Wasser zu tun. Wer ihr einen warmen, windstillen Platz und einen gleichmäßig feuchten Boden gibt, erntet von Juli bis September jeden zweiten Tag.
Aussaat. Ab Mitte April drinnen, zwei Korn je Topf bei zweiundzwanzig bis fünfundzwanzig Grad, nach dem Keimen den schwächeren entfernen. Nicht zu früh: Eine drei Wochen alte Pflanze verpflanzt sich besser als eine sechs Wochen alte. Direktsaat ins Freiland ab Mitte Mai, wenn der Boden mindestens fünfzehn Grad hat; unter einem Vlies keimt sie sicherer.
Pflanzen. Nach den Eisheiligen an einen windgeschützten Platz, dreißig bis vierzig Zentimeter Abstand am Rankgitter, sonst ein Meter am Boden. Der Ballen darf nicht tiefer als im Topf stehen, sonst fault der Stängel. Kompost ins Pflanzloch, dick mulchen, in den ersten zwei Wochen nachts Vlies drüber. Wer Gurken an einem Gitter hochleitet, bekommt gerade Früchte, trockene Blätter und braucht weniger Platz.
Pflege. Gießen ist die eigentliche Arbeit: morgens, warm abgestandenes Wasser, immer am Boden, nie über das Blatt, und regelmäßig. Trockenheit und dann Schwall macht die Gurken bitter. Mulch aus Grasschnitt hält die Feuchtigkeit und die Wärme. Freilandgurken werden nicht ausgegeizt; Gewächshausgurken schneidet man am Haupttrieb hoch und kappt die Seitentriebe nach dem zweiten Blatt.
Ernte. Ab Juli, alle zwei Tage, mit dem Messer, bevor die Gurken gelb werden. Einlegegurken bei sieben bis zwölf Zentimetern, Salatgurken je nach Sorte. Wer regelmäßig erntet, hält die Pflanze im Gang; eine überreife Frucht signalisiert ihr, dass die Arbeit getan ist.
Sorten. Marketmore und Tanja robust fürs Freiland, Vorgebirgstraube als klassische Einlegegurke, Persika und andere Minigurken für den Balkon, Dominica als bitterfreie Salatgurke unter Glas.
Mischkultur: Wer passt daneben
Gute Nachbarn: BohneErbseDillZwiebelKnoblauchSalat (Kopf- und Pflücksalat)Weißkohl und RotkohlSellerie (Knollen- und Stangensellerie)Mais
Schlechte Nachbarn: TomateKartoffelRadieschenKürbisZucchini
Häufige Probleme
Bittere Gurken
Stress durch kalte Nächte, Trockenheit oder unregelmäßiges Gießen. Bitterfreie Sorten wählen, gleichmäßig wässern, mulchen, das Stielende großzügig abschneiden.
Echter Mehltau (weißer Belag)
Ab Juli bei trockener Hitze und Tau. Luftig pflanzen, an Gitter leiten, nur am Boden gießen, Blätter entfernen. Robuste Sorten wie Marketmore.
Falscher Mehltau (gelbe Flecken oben, grauer Belag unten)
Bei nassen, warmen Wochen. Blätter trocken halten, Abstand, befallene Blätter sofort raus. Im Freiland oft das Ende der Kultur im August.
Pflanzen welken trotz Wasser
Wurzeln in kaltem, nassem Boden erstickt oder Fusarium-Welke. Nur in warmen Boden pflanzen, Staunässe vermeiden, Fruchtfolge einhalten.
Kaum Früchte trotz vieler Blüten
Männliche Blüten überwiegen am Anfang, das ist normal. Später fehlen oft die Bienen: Ringelblumen und Borretsch daneben, nicht spritzen.
In der Küche
Roh im Salat, als Schmorgurke mit Dill, kalt als Suppe, als Salzgurke fermentiert oder in Essig eingelegt. Junge Einlegegurken sind das beste, was aus einem Gartensommer in den Winter kommt.