Gemüse
Salat (Kopf- und Pflücksalat)
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Lactuca sativa
Von März bis September alle zwei Wochen eine Reihe säen, flach, weil Lichtkeimer, und nie zu tief pflanzen. Pflücksalat liefert ab sechs Wochen, Kopfsalat ab acht.
Das Jahr auf einen Blick
Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat
Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.
Salat ist die Kultur, mit der die meisten Gärtner anfangen, und die Kultur, die am häufigsten falsch gesät wird: zu tief, zu warm, zu viel auf einmal. Wer die drei Regeln kennt, hat von April bis November jede Woche frischen Salat aus dem Garten, und das aus einem Beet von zwei Quadratmetern.
Aussaat. Salat ist ein Lichtkeimer: Die Samen werden auf die feuchte Erde gestreut und nur angedrückt, nicht bedeckt. Er keimt am besten zwischen zehn und achtzehn Grad, über zwanzig Grad schlecht und über 25 fast gar nicht; deshalb werden Sommersaaten abends gesät und die Schale kühl gestellt. Erste Saat ab Ende Februar in Schalen im Haus oder im Frühbeet, ab Mitte März direkt ins Beet unter Vlies, dann bis Ende August alle zwei Wochen eine kurze Reihe. Das ist die Folgesaat, die den Unterschied macht: Nicht zwanzig Köpfe an einem Tag, sondern fünf alle zwei Wochen.
Pflanzen. Jungpflanzen aus der Vorkultur kommen mit vier Blättern ins Beet, 25 mal 30 Zentimeter Abstand bei Kopfsalat, enger bei Pflücksalat. Die Regel für die Tiefe lautet: so flach, dass die Pflanze im Wind wackelt. Der Wurzelhals bleibt über der Erde, sonst fault der Strunk. Angießen, in den ersten Tagen bei Sonne schattieren.
Pflege. Gleichmäßig feucht halten, im Sommer morgens gießen, nicht über die Blätter. Kein Dünger, wenn der Boden mit Kompost versorgt ist; Salat sammelt bei Stickstoffüberschuss Nitrat und schmeckt fad. Zwischen den Reihen hacken oder mulchen, dabei einen Ring um jede Pflanze frei lassen, damit Schnecken kein Versteck finden. Ab Juni gehört Salat in den Halbschatten, etwa zwischen Stangenbohnen oder unter Tomaten, sonst schießt er.
Ernte. Pflücksalat ab sechs Wochen nach der Saat, indem die äußeren Blätter geerntet werden und das Herz weiterwächst; so liefert eine Pflanze zwei Monate. Kopfsalat ab acht Wochen, wenn der Kopf fest ist, ganz abschneiden, am besten morgens. Was zu schießen beginnt, wird sofort geerntet, bevor es bitter wird. Im Herbst kommen die Wintersalate: Ende September gesät, unter Vlies überwintert, im April die ersten Köpfe.
Sorten. Für das Frühjahr Maikönig und May Queen, für den Sommer schossfeste Sorten wie Dynamite, Kagraner Sommer oder die Batavia-Typen, die Hitze besser wegstecken. Pflücksalat als Lollo Rosso, Eichblatt, Salad Bowl. Für den Winter Winterbutterkopf und Brauner Winter. Romana-Salate sind robust und werden beim Grillen ein eigenes Gericht.
Mischkultur. Salat ist der klassische Lückenfüller: zwischen Kohlrabi, Radieschen und Erdbeeren, in der Reihe neben Möhren und Zwiebeln, unter Tomaten und Gurken im Schatten. Buschbohnen und Dill sind gute Nachbarn. Nicht neben Petersilie und Sellerie.
Quellen. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Gartenakademie: Salat im Hausgarten. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Salate – Nitrat und Zubereitung.
Mischkultur: Wer passt daneben
Gute Nachbarn: RadieschenKohlrabiErdbeereBuschbohneMöhreTomateGurkeDillZwiebelLauch (Porree)
Schlechte Nachbarn: PetersilieSellerie (Knollen- und Stangensellerie)
Häufige Probleme
Salat schießt (wird hoch, bitter)
Hitze, Trockenheit, lange Tage. Im Sommer schossfeste Sorten wählen, halbschattig säen, gleichmäßig gießen, jung ernten.
Keimt nicht
Zu tief oder zu warm: Salat ist Lichtkeimer und keimt über 20 Grad schlecht. Samen nur andrücken, im Sommer abends säen und kühl halten.
Schnecken
Junge Pflanzen sind Lieblingsfutter. Abends absammeln, Kupferband am Hochbeet, Jungpflanzen erst kräftig setzen, Mulchring um die Pflanze frei lassen.
Fäulnis am Strunk
Zu tief gepflanzt oder zu nass. Der Wurzelhals bleibt über der Erde, Salat wird gepflanzt, dass er im Wind wackelt.
Falscher Mehltau (gelbe Flecken, grauer Belag)
Nasses Laub bei kühlem Wetter. Morgens am Boden gießen, weiter Abstand, resistente Sorten.
In der Küche
Roh, frisch geerntet, mit einer Vinaigrette aus Apfelessig und Öl. Äußere Blätter von Kopfsalat lassen sich wie Spinat dünsten. Pflücksalat hält im Kühlschrank drei Tage, Kopfsalat eine Woche.