Gemüse · bienenfreundlich
Möhre
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Daucus carota subsp. sativus
Von März bis Juni direkt säen, dünn und flach, Keimung dauert bis drei Wochen. Zwiebeln als Nachbarn gegen die Möhrenfliege, Lagersorten ab Oktober im Sandkasten einlagern.
Das Jahr auf einen Blick
Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat
Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.
Die Möhre ist keine schwierige Pflanze, aber eine ungeduldige Gärtnerin scheitert an ihr: Sie keimt langsam, sie braucht lockeren Boden, und sie hat einen Feind, die Möhrenfliege, gegen den nur Vorsorge hilft. Wer diese drei Punkte kennt, erntet vom Juni bis in den November und hat im Winter eine Kiste voll.
Aussaat. Ab Anfang März für frühe Bundmöhren, ab Mai bis Mitte Juni für Lagersorten. Der Boden wird tief gelockert, gerade auf schwerem Lehm, und mit reifem Kompost verbessert, nicht mit frischem Mist. Saat ein bis zwei Zentimeter tief in Reihen mit fünfundzwanzig Zentimeter Abstand, so dünn wie möglich. Radieschen in dieselbe Rille markieren die Reihe und lockern beim Ernten den Boden. Bis zur Keimung nach zwei bis drei Wochen darf die Rille nie austrocknen; ein Brett oder Vlies auf der Reihe hält die Feuchtigkeit.
Vereinzeln. Wenn die Pflanzen fünf Zentimeter hoch sind, auf drei bis fünf Zentimeter vereinzeln, am besten am Abend nach einem Regen, und die ausgezupften Pflanzen sofort wegräumen, ihr Geruch ruft die Möhrenfliege. Wer sehr dünn gesät hat, spart sich diesen Schritt.
Schutz. Zwiebeln, Lauch oder Knoblauch in jeder zweiten Reihe halten die Möhrenfliege ab, umgekehrt hält der Möhrenduft die Zwiebelfliege ab: die klassischste aller Mischkulturen. Sicherer ist ein feinmaschiges Kulturschutznetz von der Saat bis zur Ernte. Die Fliege fliegt tief, ein sechzig Zentimeter hoher Zaun aus Netz um das Beet reicht oft.
Pflege. Hacken, bis das Laub den Boden deckt, dann mulchen. Gleichmäßig feucht halten, besonders in trockenen Juniwochen, sonst platzen die Wurzeln beim nächsten Regen.
Ernte und Lagerung. Bundmöhren nach zehn Wochen, Lagermöhren im Oktober vor stärkerem Frost an einem trockenen Tag. Laub abdrehen, nicht waschen, in Kisten mit feuchtem Sand schichten und bei null bis vier Grad im Keller lagern. So halten sie bis April und werden mit jeder kalten Woche süßer.
Sorten. Pariser Markt rund für schwere Böden, Nantaise als Bundmöhre, Rodelika und Rothild für Lagerung und Saft, Gelbe und Purple Haze für Farbe im Salat.
Mischkultur: Wer passt daneben
Gute Nachbarn: ZwiebelLauch (Porree)KnoblauchErbseSalat (Kopf- und Pflücksalat)TomateRadieschenDillSchnittlauch
Schlechte Nachbarn: Sellerie (Knollen- und Stangensellerie)PetersiliePastinakeRote Bete
Häufige Probleme
Möhrenfliege (rostbraune Fraßgänge in der Wurzel)
Kulturschutznetz ab der Saat oder Mischkultur mit Zwiebeln und Lauch. Nicht vereinzeln, wenn der Wind steht, der Geruch lockt. Spätsaat ab Anfang Juni umgeht die erste Generation.
Keimt nicht oder sehr lückig
Verschlämmter, verkrusteter oder trockener Boden. Saatrille bis zur Keimung feucht halten, mit Sand oder Radieschen als Markiersaat mischen, ein Brett auf die Reihe legen.
Gegabelte, verzweigte Wurzeln
Steine, verdichteter Boden, frischer Mist oder zu spätes Vereinzeln. Boden tief lockern, früh auf drei bis fünf Zentimeter vereinzeln.
Grüne Köpfe
Licht am Wurzelkopf. Beim Hacken etwas Erde anhäufeln oder mulchen. Grün ist bitter, aber harmlos.
Aufgeplatzte Wurzeln
Starkregen nach Trockenheit. Gleichmäßig gießen, mulchen, nicht zu spät ernten.
In der Küche
Roh, geraspelt mit Apfel, als Ofengemüse, in Suppen, als Kuchen. Junge Bundmöhren mit Grün, das sich zu Pesto verarbeiten lässt. Lagermöhren werden im Winter süßer.
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