Gemüse · bienenfreundlich
Lauch (Porree)
Jetzt erntenEinsteigerwinterhart
Allium porrum
Sommerlauch ab Februar, Winterlauch ab April vorziehen, in tiefe Löcher pflanzen und anhäufeln: Winterlauch bleibt bis März im Beet und wird bei Bedarf gezogen.
Das Jahr auf einen Blick
Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat
Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.
Lauch ist das Gemüse, das im Januar im Beet steht, wenn sonst nichts mehr steht, und das ist sein ganzer Wert. Winterlauch braucht keinen Keller und keine Kiste: Er wird geerntet, wenn er gebraucht wird, an jedem Tag, an dem der Boden nicht gefroren ist. Dafür will er eine lange Saison, tiefe Pflanzlöcher und regelmäßig Wasser.
Aussaat. Sommerlauch ab Februar im Haus in Schalen, Herbst- und Winterlauch ab März bis April im Haus oder ab Ende März in einem Saatbeet im Freien. Ein Zentimeter tief, bei 15 bis 20 Grad keimt er in zwei Wochen. Die Jungpflanzen dürfen dicht stehen und werden im Saatbeet groß wie ein Bleistift, das dauert bis Mai oder Juni. Wer keine Anzucht will, kauft im Mai Jungpflanzen im Bund; Lauch verzeiht wurzelnacktes Verpflanzen ohne Probleme.
Pflanzen. Von Mai bis Anfang Juli, bleistiftdicke Pflanzen. Mit dem Pflanzholz fünfzehn Zentimeter tiefe Löcher stechen, Reihen 30 Zentimeter, in der Reihe 15, die Pflanze ins Loch fallen lassen und nur mit Wasser einschlämmen, nicht mit Erde füllen. Das Loch schließt sich mit der Zeit von selbst und der Schaft bleibt weiß. Wurzeln und Blattspitzen dürfen vor dem Pflanzen um ein Drittel gekürzt werden.
Pflege. Kompost ins Beet, ab Juli alle drei Wochen Brennnesseljauche. Wöchentlich gründlich gießen, Lauch stellt bei Trockenheit das Wachstum ein. Zweimal im Sommer anhäufeln, das verlängert den weißen Schaft. Ein Kulturschutznetz von Mai bis Oktober ist die einzige sichere Abwehr gegen Lauchmotte und Lauchminierfliege, die in den letzten Jahren häufiger geworden ist; ohne Netz zumindest die Herzen im Blick behalten und befallene Blätter tief abschneiden.
Ernte. Sommerlauch ab August, Herbstlauch ab Oktober, Winterlauch ab November bis März, jeweils nach Bedarf. Mit der Grabegabel anheben, nicht ziehen, sonst reißt der Schaft. Bei Dauerfrost hilft eine Laubdecke oder ein Vlies, damit der Boden grabbar bleibt. Wer das Beet im März braucht, hebt den restlichen Lauch aus und schlägt ihn in Sand ein. Lauch, der im April blüht, ist holzig; die Blüten bleiben für die Bienen stehen.
Sorten. Sommerlauch: Hilari, Bavaria mit langem Schaft, zart und nicht winterhart. Herbstlauch: Herbstriesen, Hannibal. Winterlauch: Blaugrüner Winter, Elefant, Siegfried Frost, blau-grün, kurz und dick, und bis minus fünfzehn Grad hart.
Mischkultur. Lauch und Möhre sind das klassische Paar, weil der Duft des einen die Fliege des anderen verwirrt. Dazu Sellerie, Erdbeeren, Tomaten, Salat und Kohl. Nicht neben Bohnen, Erbsen und Roter Bete. Auf derselben Fläche drei Jahre Pause für alle Zwiebelgewächse, sonst kommen Lauchmotte und Rost wieder.
Quellen. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Gartenakademie: Porree im Hausgarten. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Lauch – Warenkunde und Lagerung.
Mischkultur: Wer passt daneben
Gute Nachbarn: MöhreSellerie (Knollen- und Stangensellerie)ErdbeereTomateSalat (Kopf- und Pflücksalat)KohlrabiWeißkohl und Rotkohl
Schlechte Nachbarn: BuschbohneErbseRote BeteStangenbohne
Häufige Probleme
Lauchmotte (Fraßgänge, faulende Herzen)
Raupen fressen im Inneren. Kulturschutznetz ab Mai, befallene Blätter tief abschneiden, die Pflanze treibt nach.
Lauchminierfliege (Verdrehungen, braune Streifen)
Zwei Generationen, April und September. Netz in beiden Zeiten, befallene Pflanzen komplett entfernen.
Rost (orange Pusteln auf den Blättern)
Bei feuchtem Wetter und engem Stand. Weiter Abstand, befallene Blätter raus, robuste Sorten.
Dünne Stangen
Zu spät gepflanzt, zu trocken, zu wenig Nährstoffe. Früh vorziehen, wöchentlich gießen, Kompost und Jauche.
Kurzer weißer Schaft
Nicht tief genug gepflanzt oder nicht angehäufelt. Fünfzehn Zentimeter tiefe Löcher, im Sommer zweimal anhäufeln.
In der Küche
Als Lauchsuppe, Lauchkuchen, in der Quiche, gedünstet mit Béchamel, als Gemüse zum Braten, das Grün in der Brühe. Blanchiert einfrieren, dann für den Winter portioniert.