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Fester Weißkohlkopf zwischen ausladenden äußeren Blättern.

Gemüse

Weißkohl und Rotkohl

Ernten: noch möglich bis ende novemberEinsteiger

Brassica oleracea convar. capitata

Frühkohl ab Februar, Lagerkohl ab April vorziehen, im Mai weit pflanzen, viel gießen und ein Netz darüber. Lagerkohl hält im Keller bis Februar und wird zu Sauerkraut.

Das Jahr auf einen Blick

Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat

Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.

Weißkohl und Rotkohl sind das Wintergemüse, aus dem Sauerkraut, Apfelrotkohl und Kohlrouladen entstehen, und die Kultur, die am meisten Platz und Nahrung im Beet beansprucht. Ein Lagerkohl braucht einen halben Quadratmeter, sechs Monate und viel Wasser; dafür liegt er im Keller bis Februar. Für die Selbstversorgung ist er unverzichtbar, für den kleinen Garten ein Luxus.

Aussaat. Frühkohl ab Anfang Februar im Haus bei 16 bis 18 Grad, Sommerkohl im März, Herbst- und Lagerkohl von Anfang April bis Mai, im Haus oder im Saatbeet im Freien. Ein Zentimeter tief, nach dem zweiten Blatt pikieren oder im Saatbeet auf fünf Zentimeter vereinzeln. Nach fünf bis sechs Wochen sind die Jungpflanzen mit vier bis fünf Blättern pflanzfertig.

Pflanzen. Frühkohl ab Mitte April unter Vlies, 40 mal 40 Zentimeter; Lagerkohl von Mitte Mai bis Juni, 60 mal 60. Bis zu den ersten Blättern tief setzen, festdrücken, angießen. Vorher reichlich Kompost, dazu ein Kragen aus Pappe am Stängel gegen die Kohlfliege und das Netz über das Beet. Rotkohl braucht etwas mehr Platz und Wärme als Weißkohl.

Pflege. Wasser, Wasser, Wasser: Kohl besteht zu neunzig Prozent daraus, und ein Lagerkohl trinkt im Sommer zwanzig Liter je Woche. Mulchen, zweimal wöchentlich gründlich gießen, alle zwei Wochen Brennnesseljauche bis August. Anhäufeln im Juni gibt Halt. Das Netz bleibt bis zur Ernte, darunter wird kontrolliert: Raupen und Eier absammeln. Im September wird nicht mehr gedüngt, sonst lagert der Kohl schlecht.

Ernte. Frühkohl ab Juni, wenn der Kopf fest ist, mit dem Messer über den äußeren Blättern abschneiden. Lagerkohl bleibt bis Oktober oder November stehen, verträgt leichte Fröste, wird vor dem Dauerfrost an einem trockenen Tag geerntet, mit Strunk und zwei Hüllblättern, und im kühlen, feuchten Keller auf Horden oder kopfüber aufgehängt gelagert. Wöchentlich kontrollieren, faule Blätter entfernen. Für Sauerkraut wird der Kohl direkt nach der Ernte gehobelt.

Sorten. Frühkohl: Dithmarscher Früher, Spitzkohl Filderkraut, das süddeutsche Sauerkraut-Kraut. Lagerkohl: Braunschweiger, Holsteiner Platter, Marner Lagerweiß. Rotkohl: Roter Frühkohl für den Sommer, Marner Lagerrot und Rodima für den Winter.

Mischkultur. Sellerie und Tomaten gegen den Kohlweißling, Buschbohnen und Erbsen als Stickstoffsammler, Salat und Spinat als Bodendecker in den ersten Wochen, Dill und Kamille am Rand. Nicht neben Kohlrabi, Brokkoli, Erdbeeren, Zwiebeln und Knoblauch. Vier Jahre Pause auf derselben Fläche für alle Kreuzblütler, dazu kein Gelbsenf und kein Ölrettich als Gründüngung vor Kohl.

Quellen. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Gartenakademie: Kopfkohl im Hausgarten. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Weißkohl und Rotkohl – Warenkunde und Lagerung.

Mischkultur: Wer passt daneben

Gute Nachbarn: Sellerie (Knollen- und Stangensellerie)TomateBuschbohneErbseSpinatSalat (Kopf- und Pflücksalat)Rote BeteDillKamille (Echte Kamille)

Schlechte Nachbarn: KohlrabiBrokkoliErdbeereZwiebelKnoblauchSenf

Im Mischkultur-Planer prüfen

Häufige Probleme

Kohlweißlingsraupe frisst Löcher in ein blaugrünes Kohlblatt, daneben Kotkrümel.
So sieht das häufigste Schadbild aus.
Kohlweißling (Raupen, Löcher, Kot im Kopf)

Kulturschutznetz vom Pflanzen bis zur Ernte, Raupen und gelbe Eigelege absammeln, Sellerie und Tomaten als Nachbarn.

Kohlhernie (welke Pflanzen, knollige Wurzeln)

Bodenpilz, bis zwanzig Jahre im Boden. Vier Jahre Pause, Kalkung nach Bodentest, kein Gelbsenf vor Kohl, resistente Sorten.

Kohlfliege (Pflanze welkt, Maden am Wurzelhals)

Pappkragen um den Stängel oder Netz, Fruchtwechsel.

Platzende Köpfe

Regen nach Trockenheit bei reifem Kopf. Gleichmäßig gießen, reife Köpfe leicht anheben und die Wurzeln lockern, das bremst.

Weiße Fliege und Mehlige Kohlblattlaus

Bei Hitze im Sommer. Abbrausen, Netz, befallene Blätter entfernen, Nützlinge fördern.

In der Küche

Weißkohl als Krautsalat, Sauerkraut, Kohlroulade, Eintopf, gebraten; Rotkohl als Apfelrotkohl, roh im Salat, fermentiert. Lagerkohl hält im kühlen Keller auf Horden bis Februar.

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