Bauanleitungen · Grundlagen
Hochbeet bauen, füllen, bepflanzen: Vom ersten Brett bis zur vierten Saison
Ein Hochbeet ist der wärmste, bequemste und ertragreichste Quadratmeter im Garten, wenn es richtig gebaut, richtig befüllt und über die Jahre richtig bepflanzt wird. Diese Seite fasst alles zusammen: Maße und Material, die Schichtung, die Bepflanzung nach Jahren, Bewässerung, Winter, Fehler, und wann sich ein Hochbeet nicht lohnt.
Material
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Werkzeug
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Ein typisches erstes Hochbeet ist ein Bausatz aus Fichte, im April aufgestellt, mit gekaufter Erde gefüllt und im Juli halb leer. Nach drei Jahren ist das Holz durch. Ein Hochbeet, das dagegen aus Lärche gebaut, innen mit Folie und unten mit Gitter geschützt und im Herbst aus Astschnitt, Laub und Kompost geschichtet wird, liefert im April den ersten Salat, im Juli die ersten Tomaten und im Januar Feldsalat, wenn die Beete daneben gefroren sind. Zwischen beiden liegen ein paar Regeln, die auf dieser Seite stehen.
Warum ein Hochbeet funktioniert, und wann es sich lohnt
Ein Hochbeet ist ein liegender Komposthaufen mit einem Deckel aus Erde. Die Schichten aus Ästen, Laub, Grünschnitt und Kompost verrotten, dabei entsteht Wärme, und die Pflanzen oben stehen im April auf einem Boden, der drei bis fünf Grad wärmer ist als das Beet nebenan, dazu versorgt mit Nährstoffen aus der laufenden Zersetzung. Deshalb ist der Salat zwei Wochen früher, die Tomate kräftiger, der Feldsalat im Winter noch da.
Dazu kommen die praktischen Vorteile: Arbeiten in Hüfthöhe ohne Rücken und Knie, Schnecken und Wühlmäuse außen vor, Erde nach Wahl über jedem Untergrund, auch über Beton, Schotter oder belastetem Boden, und eine klare Fläche, die sich mit Vlies, Netz oder Aufsatz abdecken lässt.
Was es kostet: Material, das Befüllen, mehr Wasser als ein Beet, weil es von allen Seiten der Luft ausgesetzt ist, und alle vier bis sechs Jahre einen halben Tag Neubefüllung. Auf gutem, gesundem Gartenboden ohne Rückenprobleme ist ein normales Beet mit Mulch und Kompost oft die bessere Wahl. Bei schlechtem, nassem oder verdichtetem Boden, in kleinen Gärten, auf Terrassen, bei Schnecken- und Wühlmausdruck und für die frühe und späte Ernte ist das Hochbeet unschlagbar. Die meisten Gärten brauchen eines oder zwei, nicht zwölf.
Standort und Maße
Standort. Sonnig, mindestens sechs Stunden Sonne, windgeschützt, eben, mit Wasseranschluss oder Regentonne in Reichweite, und so, dass man von beiden Seiten herankommt. Die Längsachse in Nord-Süd-Richtung, dann bekommen beide Seiten gleich viel Licht. Nicht direkt unter Bäumen, deren Wurzeln hineinwachsen und deren Laub die Kulturen erstickt. Der Platz sollte tragfähig sein: Ein gefülltes Hochbeet von zwei Quadratmetern wiegt über eine Tonne.
Maße. Achtzig bis neunzig Zentimeter Höhe sind bequem für Erwachsene und lassen Platz für vier Schichten; sechzig reichen bei kleinen Menschen und Kindern, hundert für Rollstuhlfahrer mit Unterfahrbarkeit. Breite hundert bis hundertzwanzig Zentimeter, wenn man von beiden Seiten arbeitet, sechzig bis achtzig bei Wandstellung; man muss die Mitte bequem erreichen. Länge nach Platz, zwei bis drei Meter je Segment, bei längeren Beeten Querstreben gegen den Erddruck. Der Hochbeet-Rechner rechnet aus Länge, Breite und Höhe die Menge jeder Schicht in Litern und Schubkarren aus.
Material
| Material | Haltbarkeit | Kosten je Beet 2 x 1 x 0,8 m | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Lärche oder Douglasie, unbehandelt, 3 bis 4 cm stark | 10 bis 15 Jahre mit Folie | 150 bis 300 Euro | Der Standard: haltbar, bezahlbar, sieht gut aus |
| Robinie | 20 Jahre und mehr | 300 bis 500 Euro | Das haltbarste heimische Holz, schwer zu bekommen |
| Eiche | 15 Jahre | 300 bis 500 Euro | Haltbar, schwer, Gerbstoffe färben |
| Fichte, Kiefer, unbehandelt | 5 bis 8 Jahre | 60 bis 120 Euro | Billig, kurzlebig, für den Anfang |
| Europaletten | 3 bis 5 Jahre | 0 bis 40 Euro | Nur unbehandelte mit Kennzeichnung HT, nicht MB |
| Metall (Cortenstahl, verzinkt) | 20 Jahre und mehr | 200 bis 600 Euro | Haltbar, heizt sich an der Wand stark auf, Ränder isolieren |
| Stein, Gabionen, Beton | Unbegrenzt | 300 bis 1000 Euro | Speichert Wärme, braucht Fundament und Platz |
| WPC, Kunststoff | 10 bis 20 Jahre | 150 bis 400 Euro | Haltbar, wenig Charakter, wird warm |
Nicht geeignet: druckimprägniertes Holz mit Kupfer- und Borsalzen, alte Eisenbahnschwellen mit Teeröl, lackiertes oder lasiertes Holz an der Innenseite. Das Holz bleibt innen roh und wird durch eine Noppenfolie von der Erde getrennt, mit den Noppen zum Holz, damit Luft zirkuliert; unten bleibt die Folie offen, damit Wasser abläuft. Außen darf es geölt oder mit Leinöl gestrichen werden.
Am Boden liegt ein engmaschiges, verzinktes Wühlmausgitter über die ganze Fläche, an den Wänden zehn Zentimeter hochgezogen und festgetackert. Kein Vlies, kein Unkrautvlies, keine Folie am Boden: Das Hochbeet braucht Kontakt zur Erde, damit Regenwürmer einwandern und Wasser abläuft. Auf Beton oder Terrasse kommt unten eine Drainageschicht aus Kies und ein Ablauf.
Der Bau in einem Wochenende
- Fläche vorbereiten. Rasen abstechen oder liegen lassen, Fläche einebnen, bei nassem Boden zehn Zentimeter Kies als Drainage. Vier Pfosten aus Kantholz 7 x 7 Zentimeter, 30 Zentimeter tiefer als die Beethöhe, in Pfostenträgern oder mit Beton einbetonieren, bei Robinie direkt in den Boden.
- Wände. Bretter mit rostfreien Schrauben von innen oder außen an die Pfosten, ohne Spalt, das oberste Brett als Abschluss leicht überstehend als Sitz- und Ablagekante. Bei Beeten über zwei Metern Länge mittig eine Querstrebe aus Gewindestange oder Holz gegen das Ausbauchen.
- Gitter. Wühlmausgitter am Boden auslegen, an den Wänden hochziehen, tackern.
- Folie. Noppenfolie innen an die Wände, Noppen zum Holz, oben unter dem Abschlussbrett festtackern, unten offen.
- Befüllen. Im Herbst, nach der Schichtung unten. Wer im Frühjahr baut, befüllt trotzdem sofort und rechnet mit Nachsacken.
- Zubehör. Ein Rahmen für Netz oder Vlies, ein Frühbeetaufsatz aus alten Fenstern, ein Tropfschlauch unter dem Mulch, eine Gießrinne am Rand.
Wer nicht bauen will, kauft einen Bausatz aus Lärche oder Douglasie mit Steckverbindern und ergänzt Folie und Gitter selbst; die meisten Bausätze haben beides nicht dabei.
Die Schichtung
Die Befüllung ist das Herz des Hochbeets, und die Reihenfolge ist keine Willkür, sondern die Reihenfolge eines Komposthaufens. Von unten nach oben, für ein Beet von achtzig Zentimetern Höhe:
| Schicht | Material | Höhe | Aufgabe |
|---|---|---|---|
| 1, unten | Grober Ast- und Strauchschnitt, fingerdick bis armdick, Wurzelstöcke, grobes Häckselgut | 20 bis 25 cm | Drainage, Belüftung, Langzeitspeicher für vier bis sechs Jahre |
| 2 | Laub und Grünschnitt im Wechsel, je 5 bis 10 cm, dazu umgedrehte Rasensoden, Stroh | 20 bis 25 cm | Kohlenstoff und Stickstoff, Wärme, Verrottung |
| 3 | Halbreifer Kompost, alter Mist in kleinen Mengen | 10 bis 15 cm | Nährstoffe, Bodenleben, Übergang |
| 4, oben | Gartenerde mit reifem Kompost gemischt, eins zu eins, oder torffreie Gemüseerde | 20 bis 30 cm | Wurzelraum, Aussaat, Pflanzung |
Jede Schicht wird angetreten und bei Trockenheit angefeuchtet, ein paar Schaufeln Gartenerde zwischendurch bringen die Organismen, eine Handvoll Urgesteinsmehl je Schicht bindet Gerüche und liefert Mineralien. Was nicht hinein darf: kranke Pflanzen, Wurzelunkräuter, Samenstände, gekochte Speisereste, behandeltes Holz, Bauschutt, große Mengen frischen Mists. Das Beet wird bis zur Kante gefüllt und sackt über Winter um zehn Zentimeter. Der Zeitpunkt ist der Herbst, wenn das Material anfällt und der Winter zum Setzen bleibt; die vollständige Anleitung mit allen Schritten und Bildern steht im Artikel über das Neubefüllen des Hochbeets, und die Regeln für das Verhältnis von Braun und Grün im Beitrag über den Kompost.
Wer kein Material hat, kauft die oberen zwei Schichten als Kompost und Gemüseerde vom Kompostwerk und holt die unteren beim Nachbarn mit Hecke. Wer nur Erde einfüllt, hat einen sehr großen Blumenkasten, der weder heizt noch düngt und im Sommer erstickt.
Bepflanzung nach Jahren
Das Hochbeet hat eine eigene Fruchtfolge, die in der Zeit läuft statt in der Fläche, weil der Nährstoffgehalt mit der Verrottung sinkt.
Erstes Jahr: Starkzehrer. Die frische Verrottung liefert Wärme und viel Stickstoff. Das nutzen Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Kürbis am Rand hängend, Kohl, Sellerie, Lauch, Mais. Dazwischen Salat, Radieschen und Kräuter als Lückenfüller. Keine Wurzelgemüse, sie werden im ersten Jahr krautig und gabelig.
Zweites Jahr: Mittelzehrer. Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Mangold, Fenchel, Kohlrabi, Salat, Spinat, Erdbeeren am Rand. Tomaten und Gurken gehen noch, mit Kompost.
Drittes und viertes Jahr: Schwachzehrer und Kräuter. Bohnen, Erbsen, Feldsalat, Radieschen, Kräuter, Blumen. Erdbeeren tragen im zweiten und dritten Jahr am besten.
Viertes bis sechstes Jahr: Neubefüllung, wenn das Beet trotz Nachfüllens stark sackt und die Grabegabel unten nur noch Kompost findet. Dann von vorn mit Starkzehrern.
Jedes Jahr dazwischen wird im Herbst nachgefüllt, im Winter mit Feldsalat, Spinat, Postelein oder Knoblauch bestellt, und im Frühjahr mit zwei Zentimetern Kompost gestartet. Innerhalb eines Jahres laufen die Folgesaaten: Im März Radieschen, Salat und Spinat unter Vlies, ab Mitte Mai die Wärmepflanzen, im August die Herbst- und Wintersaaten. Ein Hochbeet ist nie leer, das ist seine Stärke. Wer Fläche zwischen Beet und Hochbeet plant, findet die Regeln in der Säule Permakultur im eigenen Garten und die Mengen in der Säule Selbstversorgung.
Bewässerung, Mulch, Düngung
Wasser ist die Achillesferse. Das Hochbeet trocknet von allen Seiten und durch die innere Wärme schneller aus als jedes Beet. Im Sommer wird alle zwei Tage gründlich gegossen, bei Hitze täglich, immer unter den Mulch, morgens, an die Wurzel. Ein Tropfschlauch mit Zeitschaltuhr, unter dem Mulch verlegt, ist die beste Investition nach dem Gitter: zehn Minuten jeden Morgen, und der Urlaub ist kein Problem. Eingegrabene Tontöpfe oder umgedrehte Flaschen tun es im Kleinen. Eine Gießrinne am Rand verhindert, dass Wasser an der Wand abläuft, ohne die Mitte zu erreichen.
Mulch ist im Hochbeet Pflicht, nicht Option: fünf Zentimeter Rasenschnitt, Stroh oder Gründüngungsschnitt ab Mitte Mai, nachgelegt bis zur Ernte. Er halbiert den Wasserbedarf und hält die Oberfläche locker. Die Regeln stehen im Artikel über das richtige Mulchen.
Düngung braucht das Hochbeet im ersten Jahr nicht, im zweiten zwei Zentimeter Kompost im Frühjahr, ab dem dritten dazu Brennnesseljauche für die Starkzehrer alle zwei Wochen von Juni bis August. Mineraldünger gehört nicht hinein, er stört die Verrottung und salzt das Substrat.
Winter, Frost und der Herbst
Das Hochbeet bleibt im Winter nicht leer. Feldsalat, Spinat, Postelein, Winterportulak, Lauch, Grünkohl und gesteckter Knoblauch stehen darin, unter Vlies oder Aufsatz auch bei Frost. Was nicht bepflanzt ist, bekommt eine Handbreit Laub als Decke. Die Wände schützen die Erde vor Kahlfrost nicht, im Gegenteil: Ein freistehendes Hochbeet friert von den Seiten durch, deshalb bei Dauerfrost unter minus zehn Grad die Wände mit Laub, Stroh oder Jute umhüllen, wenn Wintergemüse darin steht. Die Bewässerung wird vor dem ersten Frost entleert, der Tropfschlauch eingerollt.
Der Herbst ist der Arbeitstermin: ernten, was empfindlich ist, Pflanzenreste abschneiden, Wurzeln drin lassen, alte Erde beiseite, Laub, Grünschnitt und Kompost nachlegen, Erde zurück, bis zur Kante, Wintersalate säen oder Laub auflegen. Zwei Stunden je Beet, und im März ist alles bereit.
Hochbeet und Naturgarten
Ein Hochbeet ist kein Fremdkörper im Naturgarten. Sein Rand trägt Thymian, Salbei und Erdbeeren, sein Fuß ist der Platz für einen Steinhaufen, hinter ihm steht die Benjeshecke aus dem Astschnitt, der nicht mehr ins Beet passte, und die Wildbienen aus dem Sandarium daneben bestäuben die Gurken. Tagetes, Ringelblume und Kapuzinerkresse am Rand halten Nematoden und Blattläuse in Schach und blühen für die Schwebfliegen. Wie das zusammenpasst, steht in der Säule Naturgarten anlegen.
Varianten: Terrasse, Balkon, Kinder, Rollstuhl
Das Hochbeet passt sich dem Platz an, wenn man ein paar Dinge ändert.
Auf der Terrasse oder Beton. Unten eine Drainageschicht aus zehn Zentimetern Kies oder Blähton und ein Ablauf an der tiefsten Stelle, damit Wasser nicht im Beet steht; kein Wühlmausgitter nötig, dafür eine Folie mit Löchern gegen Verfärbung der Platten. Die Schichtung bleibt, das Gewicht auch: Ein Beet von zwei Quadratmetern wiegt gefüllt über eine Tonne, Balkone tragen das nicht.
Auf dem Balkon. Ein Tischbeet oder Pflanzkasten von 40 bis 50 Zentimeter Tiefe auf Beinen, mit Ablauf, ohne die groben unteren Schichten: unten Blähton, dann Kompost, oben Erde. Es heizt nicht von innen, erwärmt sich aber schneller als ein Kübel und trägt Salat, Kräuter, Radieschen, Erdbeeren, Buschtomaten und Feldsalat. Gewicht prüfen, Bewässerung mit Tropfschlauch oder Wasserspeicher.
Für Kinder. Fünfzig bis sechzig Zentimeter hoch, achtzig breit, mit einer Sitzkante, und ein eigener Bereich mit Radieschen, Erdbeeren, Kapuzinerkresse, Zuckererbsen und Sonnenblumen, also mit allem, was schnell wächst und roh schmeckt. Ein Kind, das ein eigenes Hochbeet hat, gießt es.
Für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rücken. Tischbeete mit Unterfahrbarkeit in 70 bis 80 Zentimetern Höhe, sechzig bis siebzig Zentimeter breit, damit die Mitte im Sitzen erreichbar ist, mit Werkzeugen mit langen Griffen daneben. Die Wege drum herum befestigt und mindestens 1,20 Meter breit.
Als Frühbeet. Jedes Hochbeet mit einem Aufsatz aus alten Fenstern oder einem Folientunnel wird zum Frühbeet und verlängert die Saison an beiden Enden um sechs Wochen. Für Höhenlagen und kalte Regionen ist das oft der Unterschied zwischen Tomaten und keinen Tomaten.
Als Kräuterhügel. Ein niedriges, breites Hochbeet aus Trockenmauersteinen mit magerer, sandiger Füllung ohne die Verrottungsschichten ist der ideale Platz für Thymian, Salbei, Rosmarin und Lavendel: warm, trocken, durchlässig. Es wird nicht nachgefüllt und nicht gedüngt.
Häufige Fehler
Nur Erde eingefüllt. Kein Heizen, kein Düngen, im Sommer erstickt. Schichten.
Im Frühjahr befüllt. Sackt in der Saison, Wurzeln hängen in der Luft. Herbst.
Fichte ohne Folie. Nach vier Jahren durch. Lärche, Folie, Gitter.
Kein Wühlmausgitter. Winterquartier mit Vollpension. Nachrüsten nur bei Neubefüllung.
Folie am Boden. Kein Wasserabfluss, keine Würmer. Unten offen.
Nicht gemulcht, zu selten gegossen. Trocknet aus, Tomaten mit Blütenendfäule. Mulch und Tropfschlauch.
Möhren im ersten Jahr. Gabelig und krautig. Starkzehrer zuerst.
Zu breit gebaut. Die Mitte ist nicht erreichbar, man steigt hinein und verdichtet. Höchstens 1,20 Meter.
Kranke Pflanzen eingebaut. Braunfäule und Kohlhernie überwintern im Beet. Biotonne.
Regionale Unterschiede
In warmen, trockenen Lagen und im Weinbauklima ist die Bewässerung das Hauptthema; dort lohnt der Tropfschlauch vom ersten Jahr an, und Holz sollte hell bleiben, damit sich die Wände nicht aufheizen. In feuchten, kühlen Lagen im Norden und in den Mittelgebirgen sind Drainage und Wärme wichtiger: Kies unten, Aufsatz oben, Metall oder Stein als Wärmespeicher. In Höhenlagen verlängert das Hochbeet mit Aufsatz die Saison um sechs Wochen und ist oft der einzige Platz, an dem Tomaten reifen. Was in jedem Monat im Hochbeet ansteht, steht im Gartenjahr.
Fazit
Ein Hochbeet ist ein liegender Komposthaufen mit Erddeckel: aus Lärche mit Folie und Gitter gebaut, im Herbst aus Astschnitt, Laub, Kompost und Erde geschichtet, nach Jahren von Starkzehrern zu Kräutern bepflanzt, gemulcht und gut gegossen. Richtig gemacht liefert es im April den ersten Salat und im Januar den letzten, und alle paar Jahre einen Haufen besten Kompost für den Rest des Gartens.
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Oder direkt auf YouTube ansehenHäufige Fragen
Welches Holz hält am längsten?
Unbehandelt: Robinie zwanzig Jahre und mehr, Lärche und Douglasie zehn bis fünfzehn, Eiche ähnlich, Fichte und Kiefer fünf bis acht. Die Innenseite bekommt eine Noppenfolie, die das Holz von der feuchten Erde trennt und die Lebensdauer verdoppelt. Druckimprägniertes Holz und alte Bahnschwellen gehören nicht an Gemüse, WPC und Metall sind haltbar, aber heizen sich stark auf; Stein und Gabionen halten ewig, kosten aber Platz und Geld.
Muss ich das Hochbeet jedes Jahr neu befüllen?
Nein, nur nachfüllen. Es sackt zehn bis fünfzehn Zentimeter pro Jahr; im Herbst kommen Laub, Grünschnitt und Kompost nach und die alte Erde zurück. Komplett neu befüllt wird nach vier bis sechs Jahren, wenn die untere Astschicht verrottet ist. Der Inhalt ist dann fertiger Kompost für die Beete.
Wie oft muss ich gießen?
Öfter als ein Beet: Das Hochbeet ist von allen Seiten der Luft ausgesetzt und trocknet schneller aus. Im Sommer alle zwei Tage gründlich, bei Hitze täglich, immer unter den Mulch an die Wurzel. Ein Tropfschlauch mit Zeitschaltuhr oder eingegrabene Tontöpfe reduzieren den Aufwand auf ein Auffüllen pro Woche. Mulch ist im Hochbeet Pflicht.
Was pflanze ich im ersten Jahr?
Starkzehrer, die die Wärme und die Nährstoffe der frischen Verrottung nutzen: Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis am Rand hängend, Kohl, Sellerie, Paprika. Dazwischen Salat und Kräuter als Lückenfüller. Keine Wurzelgemüse wie Möhren und Rote Bete im ersten Jahr, sie werden im nährstoffreichen, noch unruhigen Substrat krautig und holzig.
Brauche ich ein Wühlmausgitter?
Ja, immer, engmaschig und verzinkt, am Boden über die ganze Fläche und an den Wänden zehn Zentimeter hoch. Ohne Gitter ist das warme, lockere Hochbeet das beste Winterquartier, das eine Wühlmaus finden kann, und die Möhren sind im Oktober weg. Nachrüsten geht nur bei der Neubefüllung.
Lohnt sich ein Hochbeet auf gutem Boden?
Auf gutem, gesundem Gartenboden ohne Rückenprobleme lohnt es sich weniger: Es kostet Material, Wasser und alle paar Jahre einen halben Tag Neubefüllung. Es lohnt sich bei schlechtem, verdichtetem, nassem oder belastetem Boden, bei Rückenproblemen, Schnecken- und Wühlmausdruck, kleinen Flächen, auf Terrassen und für die frühe Ernte. Meist ist eines für Frühes und Winter die beste Ergänzung zu normalen Beeten.
Quellen und weiterführende Hinweise
Geschrieben von
Susi & das Gartenteam
Ich bin Susi, die Stimme unseres Gartenteams. Wir gärtnern ohne Chemie, filmen, was wir tun, und schreiben es hier so auf, dass es sich im eigenen Garten nachmachen lässt, auch das, was bei uns schiefgegangen ist. Auf YouTube, TikTok und Instagram zeigen wir die Handgriffe im Video, hier stehen sie ausführlich zum Nachlesen.
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