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Salbeipflanze mit samtigen graugrünen Blättern und violetten Blüten.

Kraut · traditionell in der Hausapotheke · bienenfreundlich

Salbei

Jetzt erntenEinsteigerwinterhartmehrjährig

Salvia officinalis

Winterharter Halbstrauch für sonnige, magere Plätze. Im Frühjahr um ein Drittel schneiden, vor der Blüte ernten. Traditionell als Tee und zum Gurgeln bei Halsschmerzen verwendet.

Das Jahr auf einen Blick

Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat

Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.

Salbei ist die genügsamste Pflanze im Kräuterbeet und eine der wertvollsten: Küche, Hausapotheke und Bienenweide in einer Pflanze, die zehn Jahre am selben Platz steht und kaum etwas verlangt, außer Sonne und einen Rückschnitt im Frühjahr.

Pflanzen. Im April oder September als Jungpflanze mit vierzig Zentimeter Abstand an einen vollsonnigen, trockenen Platz. Das Pflanzloch mit Sand und Splitt aufbessern, vor allem auf Lehm, oder auf einen Kräuterhügel setzen. Aussaat ab März auf der Fensterbank, die Samen leicht bedecken, bei zwanzig Grad keimen sie in zwei Wochen; ab Mai auch direkt ins Beet.

Pflege. Nicht düngen, nicht gießen, außer im Topf und im ersten Sommer. Der einzige wichtige Handgriff ist der Schnitt Ende März oder im April, wenn der neue Austrieb sichtbar ist: alle Triebe um ein Drittel bis die Hälfte kürzen, aber nicht ins alte, blattlose Holz. Ohne Schnitt verkahlt der Salbei von unten und bricht nach ein paar Jahren auseinander. Ein zweiter, leichter Schnitt ist die Ernte vor der Blüte. Nach August nicht mehr schneiden.

Ernte. Junge Blätter das ganze Jahr, die Hauptmenge kurz vor der Blüte im Juni an einem trockenen Vormittag; dann ist der Gehalt an ätherischem Öl am höchsten. Ganze Triebe zu Bündeln binden und dunkel, luftig trocknen, nach ein bis zwei Wochen die Blätter abstreifen und in dunklen Gläsern lagern. Die Blüten sind essbar und die Hummeln lieben sie; ein Teil der Pflanze sollte immer blühen dürfen.

Sorten. Echter Salbei als Standard für Küche und Tee, die Sorte Berggarten mit breiten Blättern und wenig Blüte für die Ernte, Purpurascens mit violetten Blättern und Icterina gelbgrün für das Auge, beide etwas frostempfindlicher. Muskatellersalbei und Wiesensalbei sind andere Arten für den Naturgarten.

In der Hausapotheke. Salbeitee zum Gurgeln bei Halsschmerzen und wunder Mundschleimhaut ist eine der ältesten traditionellen Anwendungen; auch bei starkem Schwitzen wird Salbei traditionell getrunken. Wegen des Thujons gilt: kurweise, nicht monatelang, nicht in der Schwangerschaft. Wer nach drei Tagen Halsschmerzen keine Besserung sieht oder Fieber bekommt, geht zum Arzt.

Mischkultur: Wer passt daneben

Gute Nachbarn: Weißkohl und RotkohlMöhreRosmarinThymianBohneErdbeereTomate

Schlechte Nachbarn: GurkeZwiebelBasilikum

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Häufige Probleme

Verkahlt von unten, wird sparrig

Fehlender Rückschnitt. Jedes Frühjahr nach dem Austrieb um ein Drittel kürzen, nicht ins alte Holz. Alte Pflanzen nach sechs bis acht Jahren durch Stecklinge ersetzen.

Blätter mit weißem Belag (Echter Mehltau)

Bei feuchter Hitze und engem Stand. Luftiger pflanzen, befallene Triebe raus, nicht düngen. Im Herbst meist ohne Folgen.

Pflanze fault im Winter

Nässe, nicht Kälte. Drainage, erhöhter Stand, kein Herbstschnitt, Kies rund um den Fuß.

Zikaden und Blattläuse

Kleine helle Sprenkel auf den Blättern durch Zikaden, harmlos. Abspritzen, sonst nichts tun.

In der Küche

Saltimbocca, in Butter gebraten zu Gnocchi und Kürbis, Salbeiblätter im Teig ausgebacken, in Kräutersalz. Getrocknet für Tee und Würzmischungen, sparsam, er ist kräftig.

Traditionell in der Hausapotheke

Salbeitee wird traditionell zum Gurgeln bei Halsschmerzen und Zahnfleischentzündung sowie bei übermäßigem Schwitzen verwendet. Ein Teelöffel getrocknete Blätter auf eine Tasse, zehn Minuten ziehen. Wegen des Thujon-Gehalts nicht dauerhaft in großen Mengen trinken, nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit. Kein Ersatz für ärztlichen Rat.

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