Newsletter

Ernährung & Rezepte · Rezept

Kräutersalz selber machen: Frische Kräuter, grobes Salz, eins zu drei, und der Sommer hält ein Jahr

Kräutersalz ist die Variante des Haltbarmachens, die kaum jemand macht und die am besten funktioniert: frische Kräuter mit grobem Salz im Mixer, auf dem Blech getrocknet, im Glas. Es hält Jahre, schmeckt nach dem Garten und ist ein beliebtes selbst gemachtes Geschenk.

Susi & das Gartenteam Veröffentlicht Aktualisiert 3 Min. Lesezeit Einsteiger Dauer: 20 Minuten Arbeit, zwei Tage Trocknung
Grünes Kräutersalz liegt auf einem Holzbrett neben Gläsern und frischen Kräuterzweigen.
Vorbereitung20 Minuten
Reifezeit2 Tage Trocknung
Gesamt2 Tage
Ergibt4 Gläser à 150 g

Auf einen Blick

  • Ein Teil frische Kräuter, drei Teile grobes Meersalz, nach Gewicht. Im Mixer kurz durchschlagen, bis das Salz grün und feucht ist.
  • Auf einem Blech dünn ausbreiten und ein bis zwei Tage an der Luft trocknen, oder im Dörrgerät bei vierzig Grad. Dann ins Glas.
  • Passende Kräuter: Petersilie, Sellerieblatt, Liebstöckel, Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano, Basilikum, Dill, Schnittlauch, Knoblauch.
  • Das Salz konserviert die Kräuter, die Kräuter würzen das Salz. Hält in dichten Gläsern ein Jahr und länger.
  • Kräuter an einem trockenen Vormittag ernten, nicht waschen oder gründlich trocken tupfen.

Zubereitung

  1. Kräuter an einem trockenen Vormittag ernten, verlesen, dicke Stiele entfernen. Nur waschen, wenn nötig, und dann gründlich trocken tupfen; nasse Kräuter machen das Salz klumpig.
  2. Kräuter grob schneiden, mit dem Salz und nach Wunsch Knoblauch oder Zitronenschale in den Mixer oder die Küchenmaschine geben.
  3. In kurzen Stößen mixen, bis das Salz gleichmäßig grün und feucht ist und keine großen Blattstücke mehr zu sehen sind. Nicht zu lange, sonst wird es zu Brei.
  4. Auf einem mit Backpapier belegten Blech dünn ausbreiten, höchstens einen Zentimeter hoch. An einem warmen, luftigen Ort ein bis zwei Tage trocknen lassen und dabei ein- bis zweimal durchmischen, oder im Dörrgerät bei vierzig Grad vier bis sechs Stunden.
  5. Wenn das Salz trocken rieselt und nicht mehr klebt, eventuelle Klumpen mit den Fingern zerreiben. Wer es feiner will, mixt es jetzt noch einmal kurz.
  6. In saubere, trockene, dicht schließende Gläser füllen, beschriften. Kühl und dunkel gelagert ein Jahr und länger haltbar.
Getrocknete Kräuterbündel hängen neben Kräutereiswürfeln in Öl und einem Glas Kräutersalz.

Von den drei Wegen, Kräuter haltbar zu machen, ist das Salz der unterschätzte und zugleich einfachste. Es braucht keinen Trockner, keine Truhe und keine Entscheidung, welches Kraut welche Methode verträgt, denn im Salz funktionieren alle: die harten wie Thymian und Rosmarin ebenso wie die weichen wie Petersilie und Basilikum, die getrocknet nichts taugen. Zwanzig Minuten Arbeit, zwei Tage Warten, ein Jahr Vorrat.

Das Verhältnis

Eins zu drei nach Gewicht: hundert Gramm frische Kräuter auf dreihundert Gramm grobes Salz. Mehr Kräuter machen das Salz feuchter, grüner und schwerer zu trocknen, weniger machen es fad. Das Salz muss grob sein, Meersalz oder Steinsalz ohne Rieselhilfe und Jod; feines Salz wird beim Mixen zu Brei. Und die Kräuter müssen trocken sein, geerntet an einem trockenen Vormittag, nicht gewaschen oder gründlich abgetupft, denn jedes Wasser, das ins Salz kommt, muss wieder heraus.

Drei Mischungen aus dem Garten

Herzhaft, für alles. Petersilie, Sellerieblatt, Liebstöckel als Basis, dazu Thymian, Rosmarin, Salbei und etwas Oregano, zwei Zehen Knoblauch. Das Salz für den Tisch: auf Eiern, Kartoffeln, Suppen, Brot.

Für Fisch und Salat. Dill, glatte Petersilie, Schnittlauch, Estragon, die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone. Hell, frisch, sommerlich.

Mediterran. Rosmarin, Thymian, Oregano, Bohnenkraut, Knoblauch, eine getrocknete Chili. Für Grillgemüse, Ofenkartoffeln, Focaccia, Tomaten.

Wer nur eine macht, macht die herzhafte; sie passt zu allem. Die Kräuter dafür kommen im Juli, August und September vom Kräuterhügel und aus dem Beet, bei der letzten Ernte vor dem Winter, und alles, was nach dem Trocknen und Einfrieren übrig ist, geht in das Salz. Wie die Kräuter für die drei Wege geerntet werden, steht im Artikel über das Haltbarmachen von Kräutern.

Mixen, trocknen, abfüllen

Kräuter grob schneiden, mit dem Salz in den Mixer, in kurzen Stößen durchschlagen, bis das Salz grün und feucht ist und keine Blattstücke mehr zu sehen sind. Nicht zu lange, sonst wird es Paste. Dann dünn auf ein Blech mit Backpapier, an einen warmen, luftigen Ort, ein bis zwei Tage, zwischendurch durchmischen. Im Dörrgerät bei vierzig Grad geht es in vier bis sechs Stunden, im Backofen bei niedrigster Stufe mit offener Tür in zwei. Wenn das Salz rieselt und nicht mehr klebt, ist es fertig: Klumpen zerreiben, in dichte Gläser, beschriften.

Haltbarkeit und Verwendung

Kräutersalz hält in dichten Gläsern, kühl und dunkel, ein Jahr und meist länger; das Salz konserviert die Kräuter vollständig. Die Farbe verblasst nach einem Jahr, das Aroma bleibt. Verwendet wird es wie Salz, aber sparsamer, weil es intensiver schmeckt: auf Eiern, Ofenkartoffeln, Tomaten, Salat, Grillgemüse, in Suppen, auf Butterbrot, auf Fleisch und Fisch vor dem Braten. In der Suppe aus dem eigenen Kürbis ersetzt es das Salz und die Kräuter zugleich.

Und es ist das beste Geschenk, das der Garten hergibt: ein kleines Glas mit Etikett und dem Namen der Mischung. Alle Wege, den Garten in den Winter zu bringen, stehen in der Übersicht Ernte haltbar machen.

Häufige Fehler

Feines Salz. Brei statt Körner. Grobes Salz, am Ende feiner mixen.

Nasse Kräuter. Klumpt und trocknet nicht. Trockener Vormittag, abtupfen.

Zu lange gemixt. Paste. Kurze Stöße.

Zu dick auf dem Blech. Trocknet nicht durch. Höchstens einen Zentimeter.

Feucht abgefüllt. Klumpt im Glas. Rieseln lassen, dann abfüllen.

Unbeschriftet. Alle grün. Etikett mit Mischung und Jahr.

Fazit

Ein Teil Kräuter, drei Teile grobes Salz, mixen, zwei Tage trocknen, ins Glas. Kräutersalz funktioniert mit jedem Kraut aus dem Garten, hält ein Jahr, schmeckt nach Sommer und ist in zwanzig Minuten gemacht.

Das Thema als Video

Vorschaubild zum Video: Thymian im Garten: Pflanzen, ernten, nutzen | Alles, was du wissen musst

Beim Abspielen wird eine Verbindung zu YouTube (youtube-nocookie.com) aufgebaut. Vorher lädt diese Seite nichts von Google.

Oder direkt auf YouTube ansehen
Auf YouTube abonnierenThymian im Garten: Pflanzen, ernten, nutzen | Alles, was du wissen musst

Häufige Fragen

Welche Kräuter eignen sich am besten?

Alle, die auch in der Küche zusammenpassen. Die herzhafte Grundmischung: Petersilie, Sellerieblatt, Liebstöckel, Thymian, Rosmarin, Salbei, etwas Oregano. Für Fisch und Salat: Dill, Petersilie, Schnittlauch, Zitronenschale, Estragon. Mediterran: Rosmarin, Thymian, Oregano, Knoblauch, Chili. Für Süßes: Lavendel, Minze und Rosenblüten mit Zucker statt Salz. Weiche und harte Kräuter dürfen gemischt werden, das Salz konserviert beide.

Warum grobes Salz?

Grobes Salz nimmt die Feuchtigkeit der Kräuter auf, ohne sich sofort aufzulösen, und bleibt nach dem Trocknen körnig. Feines Salz wird beim Mixen zu einer grünen Paste, die schwer trocknet und klumpt. Wer feines Kräutersalz will, mixt das getrocknete grobe am Ende noch einmal.

Kann ich getrocknete Kräuter verwenden?

Ja, dann entfällt das Trocknen: getrocknete Kräuter mit Salz im Verhältnis eins zu acht bis eins zu zehn mixen (getrocknet sind sie viel konzentrierter) und abfüllen. Es schmeckt weniger frisch und hat weniger Farbe, ist aber der Weg für den Winter, wenn keine frischen Kräuter da sind. Die Frischvariante ist die bessere.

Warum klumpt mein Kräutersalz?

Es war nicht trocken genug beim Abfüllen, oder die Kräuter waren nass. Noch einmal auf dem Blech ausbreiten, trocknen, Klumpen zerreiben. Ein Beutel Reis im Glas oder ein Salzstreuer mit Reiskörnern hilft bei feuchter Küchenluft.

Wie verwende ich es?

Überall, wo Salz hinkommt und Kräuter passen: Eier, Ofenkartoffeln, Tomaten, Salat, Grillgemüse, Suppen, Butterbrot, Fleisch und Fisch vor dem Braten, Popcorn. Sparsam, es ist Salz. Und als Geschenk in einem kleinen Glas mit Etikett.

Quellen und weiterführende Hinweise

  1. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): How-to Kräuter – ernten, trocknen, einfrieren
  2. Bayerische Gartenakademie (LWG): Kräuter für den Winter konservieren
Weitergeben WhatsApp Pinterest
Susi vom Gartenteam mit geflochtenem blondem Zopf, lächelnd vor den Gartenbeeten im Abendlicht.

Geschrieben von

Susi & das Gartenteam

Ich bin Susi, die Stimme unseres Gartenteams. Wir gärtnern ohne Chemie, filmen, was wir tun, und schreiben es hier so auf, dass es sich im eigenen Garten nachmachen lässt, auch das, was bei uns schiefgegangen ist. Auf YouTube, TikTok und Instagram zeigen wir die Handgriffe im Video, hier stehen sie ausführlich zum Nachlesen.

Unsere Geschichte YouTube TikTok Instagram

Passt dazu