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Brokkolikopf zwischen blaugrünen Blättern im Beet.

Gemüse · bienenfreundlich

Brokkoli

Jetzt erntenEinsteiger

Brassica oleracea var. italica

Der dankbarste Kohl: ab März vorziehen, ab Mai pflanzen, die Hauptblume ernten und dann acht Wochen lang Seitentriebe. Braucht Wasser, Kompost und ein Netz.

Das Jahr auf einen Blick

Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat

Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.

Brokkoli ist der Kohl, mit dem man anfangen sollte, wenn man Kohl lernen will. Er ist schneller als Blumenkohl, unempfindlicher als Rosenkohl und liefert nach der Hauptblume wochenlang Seitentriebe, die genauso gut schmecken. Was er braucht, sind Wasser, Kompost und ein Netz gegen die Raupen; was er nicht braucht, ist Hitze.

Aussaat. Ab Anfang März im Haus in Schalen bei 15 bis 20 Grad, nach dem zweiten Blatt in Töpfe. Weitere Sätze bis Mitte Juni, die letzten für die Herbsternte, die oft die beste ist, weil Brokkoli kühle Nächte liebt. Direktsaat ins Beet geht von Mai bis Juni, dann auf 40 Zentimeter vereinzeln. Jungpflanzen sind nach fünf bis sechs Wochen pflanzfertig.

Pflanzen. Ab Mitte April unter Vlies, sonst ab Mai bis Juli, 40 mal 50 Zentimeter, bis zu den ersten Blättern tief, gut angießen. Kompost ins Beet, eine Handvoll Hornspäne oder ein Kompostring bei mageren Böden. Ein Kragen aus Pappe um den Stängel oder ein Netz über dem Beet hält die Kohlfliege ab, deren Maden die Wurzeln fressen.

Pflege. Gleichmäßig feucht halten, ein bis zwei Mal pro Woche gründlich, mulchen. Ab Juni alle zwei Wochen Brennnesseljauche bis zur Kopfbildung. Das Kulturschutznetz bleibt bis zur Ernte liegen, sonst sitzen die Raupen im Kopf. Bei Hitzewellen im Juli schattieren oder die Sommersätze gleich in den Halbschatten pflanzen; über 25 Grad schießt Brokkoli in die Blüte, bevor der Kopf groß ist.

Ernte. Die Hauptblume, wenn die Knospen fest und dunkelgrün sind und noch keine gelbe Blüte zeigt, meist zehn bis zwölf Wochen nach dem Pflanzen. Mit zehn Zentimeter Stiel abschneiden. Dann treibt die Pflanze aus den Blattachseln Seitentriebe, die sechs bis acht Wochen lang alle paar Tage geerntet werden; das ist die eigentliche Ernte. Herbstsätze stehen bis in den November, leichte Fröste schaden nicht. Ein Kopf, der gelb wird, ist überreif, aber immer noch essbar; die gelben Blüten schmecken im Salat.

Sorten. Calabrese und Green Sprouting als samenfeste Klassiker mit vielen Seitentrieben, Batavia und Marathon als robuste Hybriden für den Herbst, Romanesco als spitzer Verwandter mit ähnlicher Kultur, Purple Sprouting als Winterbrokkoli, der in milden Lagen überwintert und im März liefert.

Mischkultur. Sellerie ist der beste Nachbar, sein Duft vertreibt den Kohlweißling, dazu Buschbohnen, Salat, Spinat, Rote Bete, Erbsen, Dill und Kamille am Rand. Nicht neben anderen Kohlarten, Erdbeeren, Zwiebeln und Knoblauch. Vier Jahre Pause für Kreuzblütler auf derselben Fläche; Kohlhernie überdauert lange.

Quellen. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Gartenakademie: Brokkoli im Hausgarten. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Brokkoli – Warenkunde und Zubereitung.

Mischkultur: Wer passt daneben

Gute Nachbarn: Sellerie (Knollen- und Stangensellerie)BuschbohneSalat (Kopf- und Pflücksalat)SpinatRote BeteErbseDillKamille (Echte Kamille)

Schlechte Nachbarn: Weißkohl und RotkohlKohlrabiErdbeereZwiebelKnoblauch

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Häufige Probleme

Kleine Köpfe, die sofort blühen

Hitze und Trockenheit im Juli. Frühjahrs- und Herbstsätze pflanzen, im Sommer halbschattig, viel gießen, Köpfe fest geschlossen ernten.

Kohlweißling, Kohleule (Raupen im Kopf)

Kulturschutznetz ab dem Pflanzen bis zur Ernte. Köpfe vor dem Kochen in Salzwasser legen.

Kohlhernie (Pflanze welkt, Wurzeln knollig verdickt)

Bodenpilz, der Jahre überdauert. Fruchtwechsel mit vier Jahren Pause, Kalk nach Bodentest, keinen Gelbsenf als Gründüngung vor Kohl.

Blaue Verfärbung und schwache Pflanzen

Phosphormangel bei kaltem Boden im Frühjahr. Erst pflanzen, wenn der Boden zehn Grad hat; Kompost.

Kohlfliege (Pflanze welkt, Maden an der Wurzel)

Netz oder Kragen aus Pappe um den Stängel, Fruchtwechsel.

In der Küche

Kurz gedämpft, in Olivenöl mit Knoblauch geschwenkt, roh in feinen Stücken im Salat, als Suppe, im Ofen geröstet. Die Stiele geschält sind zart wie Kohlrabi. Blanchiert einfrieren.

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