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Rote Radieschen sitzen halb über der Erde in der Reihe.

Gemüse · bienenfreundlich

Radieschen

Jetzt erntenEinsteiger

Raphanus sativus var. sativus

Die schnellste Ernte im Garten: von März bis Anfang September alle zwei Wochen säen, nach vier bis sechs Wochen ziehen. Braucht nur gleichmäßiges Wasser und etwas Platz.

Das Jahr auf einen Blick

Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat

Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.

Radieschen sind das Gemüse, mit dem Kinder das Gärtnern lernen, weil zwischen Saat und Ernte nur vier Wochen liegen. Und sie sind das Gemüse, das trotzdem oft misslingt, mit pelzigen Knollen oder nur Laub. Der Grund ist fast immer derselbe: zu dicht, zu trocken, zu spät geerntet.

Aussaat. Ab Anfang März, sobald der Boden bearbeitbar ist, unter Vlies; ohne Schutz ab Mitte März. Dann alle zwei Wochen eine kurze Reihe bis Anfang September, denn Radieschen halten sich im Beet nicht: Was fertig ist, muss in zwei Wochen gegessen sein. Saattiefe ein Zentimeter, Reihenabstand fünfzehn, in der Reihe alle drei bis fünf Zentimeter ein Korn. Wer breitwürfig sät, vereinzelt nach dem Aufgehen auf fünf Zentimeter; das ist der Schritt, den die meisten auslassen. Sommersaaten kommen in den Halbschatten zwischen Bohnen oder Tomaten, sonst schießen die Pflanzen bei langen Tagen und Hitze, ohne Knollen zu bilden.

Pflege. Gleichmäßig feucht halten, das ist alles. Trockenheit macht die Knollen scharf, holzig und pelzig; ein Wechsel von trocken zu nass lässt sie platzen. Im Sommer täglich gießen. Nicht düngen, kein frischer Kompost, sonst wächst Laub. Ein Kulturschutznetz ab der Saat hält Kohlfliege und Erdflöhe fern; Radieschen sind Kreuzblütler und haben dieselben Feinde wie der Kohl.

Ernte. Sobald die Knollen zwei bis drei Zentimeter dick sind, nach vier Wochen im Sommer, nach sechs im Frühjahr. Ziehen, nicht warten: Jeder Tag zu viel macht sie holziger. Morgens geerntet und mit Laub in ein feuchtes Tuch gewickelt halten sie im Kühlschrank drei Tage; ohne Laub eine Woche. Die Blätter sind essbar und werden viel zu oft weggeworfen.

Sorten. Für das Frühjahr Saxa und Sora, die auch bei kühlem Wetter Knollen bilden. Für den Sommer schossfeste Sorten wie Rudi, Riesenbutter oder die weiß-roten Eiszapfen-Typen. French Breakfast ist die längliche Sorte mit weißer Spitze, mild und schnell. Für den Herbst eignet sich noch einmal Saxa.

Mischkultur. Radieschen sind die klassische Markiersaat: zwischen langsam keimende Möhren oder Pastinaken gesät zeigen sie die Reihe an und sind geerntet, bevor die Nachbarn Platz brauchen. Gut neben Salat, Erbsen, Buschbohnen, Spinat und Tomaten. Nicht neben Gurken und nicht nach Kohl oder Kohlrabi, die dieselben Krankheiten haben; drei Jahre Pause für Kreuzblütler auf derselben Fläche.

Quellen. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Gartenakademie: Radieschen und Rettich im Hausgarten. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Radieschen – Warenkunde.

Mischkultur: Wer passt daneben

Gute Nachbarn: Salat (Kopf- und Pflücksalat)MöhreErbseBuschbohneSpinatTomateKapuzinerkresse

Schlechte Nachbarn: GurkeWeißkohl und RotkohlKohlrabi

Im Mischkultur-Planer prüfen

Häufige Probleme

Pelzige, holzige oder hohle Knollen

Zu spät geerntet oder zu trocken gewachsen. Nach spätestens sechs Wochen ziehen, gleichmäßig gießen, im Sommer täglich.

Nur Laub, keine Knolle

Zu dicht gesät oder zu viel Stickstoff. Auf fünf Zentimeter vereinzeln, nicht düngen, Sommersaaten in den Halbschatten.

Löcher in den Knollen (Kohlfliege)

Die Larven der Kohlfliege fressen Gänge. Kulturschutznetz ab der Saat, Fruchtwechsel mit Kohlgewächsen einhalten.

Erdflöhe (kleine Löcher in den Blättern)

Bei trockenem Wetter im Mai. Boden feucht halten, Netz auflegen; die Knollen leiden selten.

Scharfe Radieschen

Wassermangel und Hitze machen sie scharf. Gleichmäßig feucht, jung ernten.

In der Küche

Roh mit Butterbrot und Salz, in Scheiben auf dem Salat, das Laub als Pesto oder in der Suppe. Die Schoten der blühenden Pflanzen schmecken jung wie milde Radieschen.

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