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Hellgrüne Kohlrabiknolle sitzt über der Erde, darüber die Blätter.

Gemüse

Kohlrabi

Jetzt erntenEinsteiger

Brassica oleracea var. gongylodes

Der schnellste Kohl: ab Februar vorziehen, ab März alle drei Wochen pflanzen, nach acht bis zehn Wochen ernten. Lückenfüller zwischen Salat und Tomaten.

Das Jahr auf einen Blick

Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat

Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.

Kohlrabi ist der Kohl für Ungeduldige. Er braucht keine sechs Monate wie der Rosenkohl und keinen Schutz vor jedem Wetter wie der Blumenkohl, sondern acht bis zehn Wochen und eine Lücke im Beet. Wer ihn alle drei Wochen nachpflanzt, hat von Mai bis November Knollen, und die Herzblätter sind ein Gemüse für sich.

Aussaat. Ab Anfang Februar im Haus in Schalen bei 16 bis 20 Grad, dann alle drei Wochen ein neuer Satz bis Ende Juli. Ein Zentimeter tief, nach dem Keimen kühler stellen, nach dem zweiten Blatt pikieren. Direktsaat ins Beet geht ab Mitte April, ist aber unpraktischer als Jungpflanzen, die man auch in jedem Gartencenter bekommt. Für den Herbst werden im Juli späte, große Sorten gesät, die bis November stehen.

Pflanzen. Ab Mitte März unter Vlies, ab April frei, 30 mal 30 Zentimeter. Der wichtigste Handgriff: nicht zu tief. Der Wurzelhals bleibt über der Erde, sonst bildet sich die Knolle im Boden und wird holzig. Frühe Sätze bekommen ein Vlies, weil ein Kältereiz unter zwölf Grad die jungen Pflanzen zum Schießen bringt; sie bilden dann Blüten statt Knollen.

Pflege. Gleichmäßig feucht halten, das entscheidet über zart oder holzig. Mulchen, bei Trockenheit zweimal wöchentlich gießen. Kompost im Beet reicht, bei blassen Blättern eine Gabe Brennnesseljauche. Ein Kulturschutznetz ab dem Pflanzen hält Kohlweißling, Kohlfliege und Erdflöhe fern; Kohlrabi teilt alle Feinde des Kohls, ist aber so schnell fertig, dass sie ihm weniger schaden.

Ernte. Frühe Sorten bei sieben bis zehn Zentimeter Durchmesser, etwa acht Wochen nach dem Pflanzen; wer wartet, bekommt Holz. Die Knolle über dem Boden abschneiden, das Herz und die jungen Blätter mitnehmen. Späte Riesensorten wie Superschmelz dürfen zwanzig Zentimeter dick werden und bleiben trotzdem zart. Vor dem Dauerfrost werden die letzten Knollen geerntet und ohne Laub im Sand eingeschlagen; so halten sie vier bis sechs Wochen.

Sorten. Frühe: Lanro weiß, Azur Star blau und etwas frosthärter, Noriko. Sommer und Herbst: Superschmelz und Gigant, die Riesen ohne Holz, Kossak. Blaue Sorten sind robuster, weiße zarter.

Mischkultur. Der klassische Lückenfüller neben Salat, Radieschen, Erbsen, Buschbohnen, Spinat und Roter Bete, unter Tomaten im Halbschatten, neben Sellerie gegen den Kohlweißling. Nicht neben anderen Kohlarten und nicht neben Erdbeeren. Drei bis vier Jahre Pause für Kreuzblütler auf derselben Fläche, wegen der Kohlhernie.

Quellen. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Gartenakademie: Kohlrabi im Hausgarten. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Kohlrabi – Warenkunde.

Mischkultur: Wer passt daneben

Gute Nachbarn: Salat (Kopf- und Pflücksalat)RadieschenErbseBuschbohneSpinatRote BeteSellerie (Knollen- und Stangensellerie)TomateLauch (Porree)

Schlechte Nachbarn: Weißkohl und RotkohlBrokkoliBlumenkohlErdbeere

Im Mischkultur-Planer prüfen

Häufige Probleme

Holzige Knollen

Zu spät geerntet oder zu trocken. Bei sieben bis zehn Zentimeter Durchmesser ernten, gleichmäßig gießen; Sommersorten wie Superschmelz bleiben länger zart.

Platzende Knollen

Regen nach Trockenheit. Mulchen, regelmäßig gießen.

Kohlweißling und Kohleule (Raupen)

Kulturschutznetz ab dem Pflanzen, Raupen absammeln, Sellerie als Nachbar.

Erdflöhe an Jungpflanzen

Kleine Löcher bei Trockenheit. Boden feucht halten, Netz, Jungpflanzen kräftig setzen.

Schießt ohne Knolle

Kältereiz an zu früh gesetzten Jungpflanzen. Im März nur unter Vlies, nicht unter zwölf Grad.

In der Küche

Roh in Stiften mit Dip, geraspelt im Salat, als Kohlrabischnitzel, gedünstet in Sahnesoße, gefüllt. Die jungen Herzblätter sind das Beste und werden meist weggeworfen: wie Spinat dünsten.

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