Gemüse
Spinat
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Spinacia oleracea
Aussaat im März und April sowie ab Mitte August bis September, keimt kühl, schießt bei Hitze. Blätter ab sechs Wochen ernten, Herbstsaaten überwintern unter Vlies.
Das Jahr auf einen Blick
Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat
Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.
Spinat ist eine Kurztagspflanze, und wer das einmal verstanden hat, hat keine Probleme mehr mit ihm: Er wächst, wenn die Tage kurz und kühl sind, und schießt, sobald sie lang und warm werden. Deshalb gibt es zwei Spinatzeiten im Jahr, März bis Mai und September bis November, und keinen Grund, ihn im Juni zu säen.
Aussaat. Frühjahrssaat von Anfang März bis Mitte April direkt ins Beet, sobald der Boden offen ist; er keimt schon bei fünf Grad. Herbstsaat von Mitte August bis Ende September. Reihen mit zwanzig Zentimeter Abstand, Saat zwei bis drei Zentimeter tief, alle drei bis fünf Zentimeter ein Korn. Ein festgedrücktes Beet keimt gleichmäßiger. Spinat braucht keinen Dünger, das Beet der Vorkultur reicht; Kompost vom Vorjahr ist ideal, frischer Mist nicht, denn dann sammelt er Nitrat.
Wachstum. Sechs bis acht Wochen von der Saat bis zur Ernte. Spinat passt deshalb als Vorkultur auf die Beete, in die im Mai Tomaten, Bohnen oder Kürbis kommen: Er ist fertig, bevor die Wärmepflanzen Platz brauchen. Im Herbst folgt er nach Kartoffeln, Zwiebeln und Bohnen. Als Gründüngung im Herbst deckt er den Boden und wird im Frühjahr eingearbeitet.
Pflege. Feucht halten, besonders im April bei trockenem Ostwind, sonst wird er bitter und schießt früher. Nicht hacken, sondern mulchen; die Wurzeln liegen flach. Bei Kahlfrost im Winter ein Vlies.
Ernte. Ab einer Blattlänge von zehn Zentimetern die äußeren Blätter pflücken oder die ganze Pflanze über der Herzknospe abschneiden, dann treibt sie noch einmal. Am Nachmittag ernten, dann ist der Nitratgehalt am niedrigsten. Sofort verarbeiten oder blanchieren und einfrieren; frischer Spinat hält im Kühlschrank kaum zwei Tage.
Sorten. Matador für Frühjahr und Herbst, Winterriesen für die Überwinterung, Butterflay als robuste Allroundsorte, Palco schossfest für spätere Frühjahrssaaten.
Mischkultur: Wer passt daneben
Gute Nachbarn: ErdbeereWeißkohl und RotkohlKartoffelTomateBohneRadieschenKohlrabiSalat (Kopf- und Pflücksalat)
Schlechte Nachbarn: Rote BeteMangold
Häufige Probleme
Spinat schießt und blüht
Tage über dreizehn Stunden und Hitze lösen die Blüte aus. Frühjahrssaat bis Mitte April, dann erst wieder ab Mitte August. Sommersorten oder Neuseeländer Spinat im Sommer.
Falscher Mehltau (gelbe Flecken, grauer Belag)
Nasse, milde Herbstwochen. Weit säen, resistente Sorten wie Matador, betroffene Pflanzen raus, morgens ernten.
Blattläuse an Jungpflanzen
Im Frühjahr häufig. Abspritzen, Marienkäfer abwarten, nicht düngen. Ab Mai erledigt sich das meist.
Blätter werden gelb, Pflanzen kümmern
Verdichteter oder saurer Boden, Staunässe. Boden lockern, Kompost, Kalk im Herbst, Beet wechseln.
Bitterer Geschmack
Trockenheit oder zu späte Ernte. Gleichmäßig gießen, jung ernten, Blüte nicht abwarten.
In der Küche
Frisch als Salat, gedünstet mit Knoblauch und Muskat, in Quiche und Lasagne, blanchiert und eingefroren für den Winter. Nicht aufwärmen lassen, sondern in Portionen frisch verbrauchen.
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