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Kleine Feldsalatpflanzen mit rosettenförmigen Blättern im Beet.

Gemüse · bienenfreundlich

Feldsalat

Jetzt säenEinsteigerwinterhart

Valerianella locusta

Aussaat von August bis Anfang Oktober direkt ins Beet, keimt kühl, wächst durch den Winter. Ernte von Oktober bis April, die wichtigste Wintersalat-Kultur im Freiland.

Das Jahr auf einen Blick

Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat

Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.

Feldsalat ist der Grund, warum ein Garten im Januar nicht leer sein muss. Er wächst dort, wo im Sommer Kartoffeln oder Zwiebeln standen, braucht keinen Dünger, kein Gießen und keine Pflege, nur den richtigen Aussaattermin und einen festen Boden.

Aussaat. Von Mitte August bis Anfang Oktober direkt ins Beet, in mittleren Lagen sind die letzten Augusttage und der September am sichersten: Früher ist es zu warm, Feldsalat keimt am besten zwischen zehn und achtzehn Grad. Das Beet wird nach der Vorkultur geharkt, nicht gedüngt, und dann festgetreten oder mit einem Brett angedrückt. Saat in Reihen mit zehn Zentimeter Abstand, ein Zentimeter tief, oder breitwürfig und leicht eingeharkt. Bis zur Keimung nach zwei Wochen gleichmäßig feucht halten. Eine zweite Saat Anfang März liefert im Mai.

Wachstum. Die Pflanzen brauchen sechs bis zehn Wochen bis zur Ernte. Was im August gesät wird, ist im Oktober fertig; was im September gesät wird, steht als kleine Rosette im Winter und wächst im Februar weiter. Das ist der Trick der Wintersaat: Der Salat übersteht Frost mühelos, solange er nicht im Wasser steht.

Pflege. Keine, abgesehen vom Jäten in den ersten Wochen und dem Vlies bei Kahlfrost unter minus zehn Grad. Zwischen den Reihen etwas Stroh hält die Rosetten sauber. Nicht düngen: Feldsalat speichert Nitrat, wenn er zu viel Stickstoff bekommt, und schmeckt dann fad.

Ernte. Ganze Rosetten mit dem Messer knapp über der Wurzel abschneiden, am besten am Nachmittag, wenn der Nitratgehalt am niedrigsten ist. Bei Frost warten, bis die Blätter aufgetaut sind. Wer nur die äußeren Blätter pflückt, erntet zweimal. Im April schießt er und blüht blau; ein paar Pflanzen dürfen aussamen.

Sorten. Verte de Cambrai klein und sehr winterhart, Dunkelgrüner Vollherziger als Klassiker, Vit großblättrig und mehltautolerant für frühe Saaten, Holländischer Breitblättriger für die Herbsternte.

Mischkultur: Wer passt daneben

Gute Nachbarn: ErdbeereWeißkohl und RotkohlLauch (Porree)ZwiebelKnoblauchRadieschen

Schlechte Nachbarn: keine bekannten

Im Mischkultur-Planer prüfen

Häufige Probleme

Lückige, langsame Keimung

Zu warm, zu locker, zu trocken. Ab Ende August säen, Boden vorher andrücken, Saat nur ein Zentimeter tief, feucht halten. Bei über zwanzig Grad keimt er schlecht.

Falscher Mehltau (gelbe Blätter, grauer Belag unten)

Bei zu dichter Saat und nassem Herbst. Dünner säen, Reihen zehn Zentimeter, morgens ernten, betroffene Pflanzen raus.

Schnecken im Herbst

Junge Rosetten sind gefährdet. Absammeln, Kaffeesatz hilft nicht, Schneckenzaun um das Beet schon. Ab November ist Ruhe.

Sandige Blätter

Regen spritzt Erde in die Rosetten. Mulch aus Stroh zwischen den Reihen oder ein Vlies, das im Winter zusätzlich gegen Kahlfrost schützt.

In der Küche

Nussig, roh als Salat mit Kartoffeldressing, Speck oder Walnüssen, mit Rote Bete und Apfel. Wurzel knapp abschneiden, in stehendem Wasser waschen, nie tropfnass lagern.

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