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Rhabarber mit roten Stielen und großen gewellten Blättern.

Gemüse

Rhabarber

Erst wieder ab Anfang OktoberEinsteigerwinterhartmehrjährig

Rheum rhabarbarum

Einmal im März oder Oktober gepflanzt, trägt Rhabarber zwanzig Jahre: ab dem zweiten Jahr von April bis Johanni ernten, dann in Ruhe lassen, im Herbst Kompost. Nur die Stiele essen.

Das Jahr auf einen Blick

Jetzt idealNoch möglichAktueller Monat

Angaben für mittlere Lagen in Süddeutschland (etwa 300 m); Norden ein bis zwei Wochen später, Weinbauklima ein bis zwei Wochen früher, Alpenraum bis zu drei Wochen später.

Rhabarber ist die Pflanze, die den Garten im April eröffnet, wenn sonst noch nichts zu ernten ist, und die einmal gepflanzt zwanzig Jahre bleibt. Sie will einen festen Platz, jeden Herbst Kompost und ab Johanni ihre Ruhe. Was sie nicht will, ist ein Beet, das umgegraben wird, denn der Wurzelstock wird groß wie ein Eimer.

Pflanzen. Im März oder Oktober ein Teilstück mit zwei bis drei Knospen aus dem Handel oder von einem geteilten Stock. Ein tiefes Pflanzloch mit einem Eimer Kompost, die Knospen knapp über der Erde, ein Quadratmeter Platz je Pflanze. Zwei Pflanzen versorgen eine Familie. Ein Platz, an dem er bleiben darf, halbschattig ist gut, am Kompost ideal: Dort hat er Nahrung und Feuchte.

Pflege. Im ersten Jahr nicht ernten, im zweiten wenig, ab dem dritten voll. Jeden Herbst, wenn die Blätter absterben, eine dicke Schicht Kompost oder verrotteten Mist um die Pflanze, das ist die ganze Düngung. Im Mai bei Trockenheit gründlich gießen, Rhabarber besteht aus Wasser. Blütenstände, die im Mai erscheinen, sofort am Grund ausbrechen, sie kosten Kraft. Alle acht bis zehn Jahre im März oder Oktober teilen, wenn die Stiele dünn werden. Wer im März einen dunklen Eimer oder eine Tonne über den Austrieb stülpt, erntet drei Wochen früher zarte, rosa Stiele.

Ernte. Von April bis zum 24. Juni, Johanni. Die Stiele werden nicht geschnitten, sondern am Grund gefasst und mit einer Drehung herausgezogen; so bleibt keine faulende Schnittstelle. Immer nur ein Drittel der Stiele auf einmal, die Pflanze braucht Blätter. Nach Johanni ist Schluss, aus zwei Gründen: Die Pflanze braucht den Rest des Jahres, um Kraft zu sammeln, und der Oxalsäuregehalt der Stiele steigt im Sommer. Die Blätter kommen auf den Kompost oder als Mulch unter die Beerensträucher.

Sorten. Holsteiner Blut mit roten Stielen und mildem Geschmack, Frambozen Rood himbeerrot und zart, Canada Red durchgehend rot, Elmsblitz sehr früh, Timperley Early für die frühe Ernte, The Sutton grün-rot und ertragreich. Rote Sorten haben weniger Säure und brauchen weniger Zucker.

Mischkultur. Rhabarber ist ein Einzelgänger, der neben Kohl, Spinat, Salat, Buschbohnen und Kapuzinerkresse steht, ohne zu stören, und den Boden unter seinen Blättern unkrautfrei hält. Er hat keine bekannten schlechten Nachbarn; sein Platz ist ohnehin am Rand.

Sicherheit. Die Blätter enthalten so viel Oxalsäure, dass sie giftig sind; sie werden nie gegessen und nicht an Tiere verfüttert. Auch die Stiele enthalten Oxalsäure, weshalb Rhabarber immer gekocht wird, mit Milchprodukten kombiniert wird, die die Säure binden, und wer zu Nierensteinen neigt, isst ihn maßvoll. Kinder unter drei Jahren bekommen ihn nur in kleinen Mengen.

Quellen. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Gartenakademie: Rhabarber im Hausgarten. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Rhabarber – Oxalsäure und Zubereitung.

Mischkultur: Wer passt daneben

Gute Nachbarn: Weißkohl und RotkohlSpinatSalat (Kopf- und Pflücksalat)BuschbohneKapuzinerkresse

Schlechte Nachbarn: keine bekannten

Im Mischkultur-Planer prüfen

Häufige Probleme

Dünne Stiele

Zu alt, zu trocken, zu wenig Nahrung. Teilen, im Herbst dick mit Kompost decken, im Mai gießen.

Blüht

Blütenstände kosten Kraft. Sofort am Grund ausbrechen, nicht schneiden.

Nicht geerntet im ersten Jahr und trotzdem schwach

Normal; ab dem zweiten Jahr wenig, ab dem dritten voll ernten.

Fäulnis am Wurzelstock

Staunässe oder zu tief gepflanzt. Knospen bleiben knapp über der Erde, Standort ohne Nässe.

Schnecken im Frühjahr an den jungen Blättern

Lästig, aber selten schlimm. Absammeln.

In der Küche

Nur die Stiele, gekocht: Kompott, Kuchen, Streuselkuchen, Sirup, Chutney, Marmelade mit Erdbeeren. Blanchiert einfrieren. Blätter niemals essen.

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