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Gießrechner: Wie viel Wasser das Beet braucht
Fläche, Kulturen, Mulch und Wetterlage eintragen, und der Rechner sagt, wie viele Liter das Beet in der Woche und im Monat braucht, wie viele Regentonnen zwei trockene Wochen überbrücken und was ein Dach im Jahr liefert.
Warum die meisten zu oft und zu wenig gießen
Ein Gemüsebeet verdunstet in einem trockenen Sommer zwanzig bis dreißig Liter je Quadratmeter und Woche, das sind zwei bis drei Gießkannen auf jeden Quadratmeter. Wer täglich mit dem Schlauch über die Blätter geht, bringt davon einen Bruchteil in den Boden und lockt die Wurzeln nach oben, wo sie am nächsten heißen Tag vertrocknen. Besser ist einmal oder zweimal in der Woche gründlich, morgens, am Boden, bis das Wasser zwanzig Zentimeter tief ist. Dann wachsen die Wurzeln nach unten, und der Mulch hält, was unten ankommt.
Mulch und Humus sind die zweite Hälfte der Rechnung: Eine Mulchdecke halbiert die Verdunstung, ein Boden mit fünf Prozent Humus speichert ein Mehrfaches dessen, was ein ausgelaugter Sandboden hält. Wer beides hat, gießt in einem normalen Sommer fast nicht. Wie das geht, steht unter Richtig mulchen.
So rechnet der Rechner
Der Bedarf je Quadratmeter und Woche hängt von den Kulturen ab (Starkzehrer mit großen Blättern verdunsten am meisten, Mittelmeerkräuter fast nichts), vom Boden (Mulch senkt den Bedarf um etwa vierzig Prozent, Sand erhöht ihn) und vom Wetter (in Hitzewellen verdoppelt sich die Verdunstung). Regen zählt dabei nicht mit; in normalen Sommern deckt er in mittleren Lagen etwa die Hälfte. Für die Regentonne wird gerechnet, wie viele 300-Liter-Tonnen zwei Wochen ohne Regen überbrücken, und für das Dach, was in einem Jahr mit rund 700 Millimetern Niederschlag bei achtzig Prozent Ausbeute in die Tonne läuft.